Diabetesinformationsdienst: Aktuelles https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/ Aktuelles en Diabetesinformationsdienst: Aktuelles https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/ 18 16 Aktuelles TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Tue, 19 Feb 2019 09:03:00 +0100 Zwölf Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes im Jahr 2040? https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/zwoelf-millionen-menschen-mit-typ-2-diabetes-im-jahr-2040//index.html Die Anzahl der Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland wird in den kommenden zwanzig Jahren weiter steigen. Für eine möglichst genaue Prognose beziehen Wissenschaftler mehr Faktoren als in früheren Berechnungen mit ein. Sie errechnen einen Anstieg von derzeit rund 7,5 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes auf bis zu zwölf Millionen im Jahr 2040.
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Die Anzahl der Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland wird in den kommenden zwanzig Jahren weiter steigen. Für eine möglichst genaue Prognose beziehen Wissenschaftler mehr Faktoren als in früheren Berechnungen mit ein. Sie errechnen einen Anstieg von derzeit rund 7,5 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes auf bis zu zwölf Millionen im Jahr 2040. Aufgrund des medizinischen Fortschrittes werden die Deutschen stetig älter. Dies gilt auch für Menschen mit Typ-2-Diabetes, obwohl deren Lebenserwartung immer noch niedriger liegt als die von gesunden Menschen. Gleichzeitig steigen die Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes in der Gesellschaft: Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Übergewicht nehmen zu. All diese Erkenntnisse flossen in die aktuelle Hochrechnung der Diabeteszahlen  der kommenden zwanzig Jahre ein. Die Berechnung sei damit exakter als frühere Kalkulationen, betonen die Autoren einer Studie, die im Rahmen der Nationalen Diabetes Surveillance vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegeben wurde. Die Ergebnisse im Einzelnen:
  • Die Studie prognostiziert eine Zunahme von Frauen und Männern mit Typ-2-Diabetes zwischen 2015 und 2040 um 3,8 bis 5,4 Millionen.
  • Im Jahr 2040 werden damit zwischen 10,7 und 12 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland leben.
  • Besonders stark wird die Anzahl älterer Menschen mit Typ-2-Diabetes ansteigen.

Typ-2-Diabetes vorbeugen durch einen gesunden Lebensstil

Fazit der Autoren: Praxen und Kliniken müssten sich noch stärker als bisher angenommen auf die Behandlung von älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes einstellen. Das Gesundheitswesen müsse sich mit Expertenschulungen und der Einrichtung spezialisierter Zentren auf diesen Ansturm vorbereiten. Gegensteuern ließe sich durch Vorsorgemaßnahmen und Aufklärung  der Menschen über die Risikofaktoren, die zur Entwicklung von Typ-2-Diabetes  führen. Durch einen gesunden und aktiven Lebensstil ließe sich die Zahl der Neuerkrankungen eindämmen. Quelle: Tönnies, T. et al: Projected number of people with diagnosed Type 2 diabetes in Germany in 2040. In: Diabet Med, 2019, doi: 10.1111/dme.13902. [Epub ahead of print] Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ): Anzahl der Menschen mit Typ-2-Diabetes steigt bis 2040 auf bis zu zwölf Millionen in Deutschland. Pressemitteilung vom 07. Februar 2019.]]>
Newsletter Diabetesinformationsdienst Folgeerkrankungen Adipositas Leben mit Diabetes Metabolisches Syndrom Typ-2-Diabetes Vorbeugung Tue, 19 Feb 2019 09:03:00 +0100
Patientenleitlinie Adipositas: wissenschaftlich fundiert abnehmen https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/wissenschaftlich-fundiert-abnehmen-patientenleitlinie-adipositas//index.html Die im Januar veröffentlichte „Patientenleitlinie zur Diagnose und Behandlung der Adipositas“ bündelt seriöse und wissenschaftlich fundierte Informationen zu möglichen Therapien von schwerem Übergewicht. Die Leitlinie wurde gemeinsam von der SRH Hochschule für Gesundheit, Campus Gera, und der Deutschen Adipositas-Gesellschaft erarbeitet.
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Die im Januar veröffentlichte „Patientenleitlinie zur Diagnose und Behandlung der Adipositas“ bündelt seriöse und wissenschaftlich fundierte Informationen zu möglichen Therapien von schwerem Übergewicht. Die Leitlinie wurde gemeinsam von der SRH Hochschule für Gesundheit, Campus Gera, und der Deutschen Adipositas-Gesellschaft erarbeitet.
In Deutschland ist über die Hälfte der Erwachsenen übergewichtig, fast ein Viertel sogar krankhaft mit einem Body Mass Index (BMI) von mehr als 30 kg/m2. Informationen und Empfehlungen zur Reduktion von starkem Übergewicht (Adipositas) liegen in den verschiedenen Medien in einer unüberschaubaren Vielzahl vor. Welche Empfehlungen dabei seriös und wissenschaftlich begründet sind, ist für Laien kaum abzuschätzen. Die neue Patientenleitlinie als verständliche Übersetzung der wissenschaftlichen Empfehlungen will hier Abhilfe schaffen. 

Bessere Versorgung von Menschen mit Adipositas

Die Patienteninformation, die sich neben den Betroffenen unter anderem an Angehörige, Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater, medizinische Fachkreise oder andere Interessierte richtet, erklärt allgemeinverständlich, wie Adipositas entsteht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Sie enthält Informationen zu verschiedenen Gewichtsreduktionsprogrammen und Medikamenten sowie eine Checkliste, um die Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit von Gesundheits-Apps einzuschätzen.
Die Leitlinie legt Qualitätskriterien für ambulante Therapieprogramme fest und hilft dabei, die Seriosität von Broschüren und Informationen einzuschätzen. Daneben enthält sie zahlreiche praktische Tipps zur Selbsthilfe und weist auf geprüfte weiterführende Informationen, wie beispielsweise Selbsthilfegruppen hin.
Mit Hilfe der neuen Patientenleitlinie könnten sich Betroffene mit Ärzten auf Augenhöhe begegnen und vor einer Maßnahme zur Gewichtsreduktion besser einschätzen, was auf sie zukommt, so die Experten der beteiligten Fachdisziplinen.  Quellen:  SRH Hochschule für Gesundheit, Deutsche Adipositas Gesellschaft: Patientenleitlinie zur Diagnose und Behandlung der Adipositas. 1. Ausgabe Januar 2019  ÄrzteZeitung Online: Krankhaftes Übergewicht: Patientenleitlinie Adipositas jetzt verfügbar. Artikel vom 11.02.2019  DAZ.online: Was bietet die „Patientenleitlinie Adipositas“? Artikel vom 11.02.2019 
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Newsletter Diabetesinformationsdienst Adipositas Leben mit Diabetes Metabolisches Syndrom Fri, 15 Feb 2019 10:02:02 +0100
Bewegung – aber angemessen! https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/bewegung-aber-angemessen//index.html Treppensteigen oder kleine Spaziergänge – dies könnten schon erste geeignete Ziele sein für ältere Menschen, die Herzkreislauferkrankungen vorbeugen und ihren Blutzuckerspiegel verbessern möchten. Die Europäische Gesellschaft für präventive Kardiologie (EAPC) nimmt in ihrem aktuellen Positionspapier die Ärzteschaft stärker in die Pflicht, Bewegung ärztlich zu verordnen – und diese individuell auf die Bedürfnisse der Patienten abzustimmen.
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Treppensteigen oder kleine Spaziergänge – dies könnten schon erste geeignete Ziele sein für ältere Menschen, die Herzkreislauferkrankungen vorbeugen und ihren Blutzuckerspiegel verbessern möchten. Die Europäische Gesellschaft für präventive Kardiologie (EAPC) nimmt in ihrem aktuellen Positionspapier die Ärzteschaft stärker in die Pflicht, Bewegung ärztlich zu verordnen – und diese individuell auf die Bedürfnisse der Patienten abzustimmen. Bewegung wirkt sich bei Typ-2-Diabetes in vielfacher Hinsicht positiv auf den Stoffwechsel aus: körperliche Aktivität verbessert die Insulinresistenz, den Fettstoffwechsel, die Gesundheit der Blutgefäße, die Herztätigkeit und die Sauerstoffversorgung des Körpers. Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes haben den Vorsatz, ein körperlich aktiveres Leben zu führen. Dies langfristig durchzuhalten ist jedoch nicht so einfach. Erreichbare und messbare Ziele erhöhen dabei die Motivation. Die Fachgesellschaft, die sich auf die Vorbeugung von Herzkreislauferkrankungen spezialisiert hat, empfiehlt daher eine ärztliche Verordnung von Sportprogrammen. Diese sollten individuell an die Möglichkeiten und Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen angepasst sein. Hierbei spielen die persönlichen Vorlieben eine Rolle, aber auch die körperliche Belastbarkeit und eventuelle Begleiterkrankungen.  Trainingspläne, in welchen man die Fortschritte dokumentieren kann, und gegebenenfalls auch digitale Hilfsmittel wie Sportuhren können das Durchhalten erleichtern.

Treppe statt Aufzug: Kleine Schritte erleichtern die Motivation

Das Thema Gewichtsabnahme solle dabei nicht so sehr im Vordergrund stehen. Wichtiger sei, mit kleinen Schritten zu starten und die Menschen langfristig zu motivieren. Für Herz und Kreislauf sei ein Intervalltraining am besten geeignet, bei welchem beispielsweise zwischen mäßigem und kräftigem Laufen abgewechselt wird, so die Autoren. Dies verbessere die Fitness und den Blutzuckerspiegel am effektivsten. Patienten mit  Herzrhythmus- oder Durchblutungsstörungen sollten vor Trainingsbeginn in jedem Fall ärztlichen Rat einholen, so die Experten: ein Intervalltraining könnte unter Umständen für sie nicht geeignet sein. Quellen: Kemps, H. et al.: Exercise training for patients with type 2 diabetes and cardiovascular disease: What to pursue and how to do it. A Position Paper of the European Association of Preventive Cardiology (EAPC). In: Eur J Prev Cardiol. 2019. DOI: 10.1177/2047487318820420. Meyer, R.: Prävention: Kardiologen mahnen mehr Sport für Diabetiker an. In: Dtsch Arztebl, 2019; 116(6): A-272 / B-225 / C-225]]>
Newsletter Diabetesinformationsdienst Tue, 12 Feb 2019 07:04:00 +0100
Der Autoimmunerkrankung auf der Spur https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/der-autoimmunerkrankung-auf-der-spur-1//index.html Mithilfe bildgebender Verfahren konnte ein Wissenschaftlerteam nun genauere Erkenntnisse gewinnen, wie sich das Gewebe der Bauchspeicheldrüse im Verlauf der Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes verändert. Für ihre Untersuchungen nutzen sie Spenderorgane. Die Ergebnisse könnten auf lange Sicht dazu beitragen, weitere Strategien zur Bekämpfung der Erkrankung zu entwickeln.
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Mithilfe bildgebender Verfahren konnte ein Wissenschaftlerteam nun genauere Erkenntnisse gewinnen, wie sich das Gewebe der Bauchspeicheldrüse im Verlauf der Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes verändert. Für ihre Untersuchungen nutzen sie Spenderorgane. Die Ergebnisse könnten auf lange Sicht dazu beitragen, weitere Strategien zur Bekämpfung der Erkrankung zu entwickeln. Was sich im Inneren der Bauchspeicheldrüse abspielt, wenn sich ein Typ-1-Diabetes entwickelt, ist noch nicht sehr gut untersucht. Die Entnahme von Gewebeproben und die Erstellung hochaufgelöster Abbildungen des Organs am lebenden Menschen sind bislang nicht möglich. Ein Forscherteam hat daher Bauchspeicheldrüsen von Organspendern herangezogen und diese mithilfe eines bildgebenden Verfahrens, der sogenannten Massenzytometrie, analysiert. Insgesamt untersuchten sie zwölf Bauchspeicheldrüsen, die von Personen mit unterschiedlichen Stadien von Typ-1-Diabetes stammten. Bauchspeicheldrüsen von Organspendern sind sehr rar, daher ist es wichtig, so viele Erkenntnisse wie möglich aus jeder Gewebeprobe zu gewinnen. Dabei konnten die Wissenschaftler rekonstruieren, wie sich das Gewebe im Krankheitsverlauf verändert. Im Anfangsstadium fanden sie in den Langerhansschen Inseln noch überraschend viele – wenn auch bereits beeinträchtigte – Betazellen. Wenn es gelänge, den Angriff des körpereigenen Immunsystems in diesem frühen Stadium zu stoppen, könnten diese Zellen vielleicht ihre Funktion wiedererlangen und die Insulinproduktion wieder aufnehmen, so die Hoffnung der Autoren. Daneben lokalisierten die Forscher den speziellen Typ der Immunzellen, der vermutlich für die Zerstörung der Betazellen verantwortlich ist. Diese weißen Blutkörperchen waren vermehrt im Anfangsstadium der Erkrankung aktiv.  Die Massenzytometrie könne dazu beitragen, den Verlauf der Erkrankung Typ-1-Diabetes besser zu verstehen. Die Ergebnisse lieferten eine Grundlage für weitere Experimente und die Weiterverfolgung neuer Therapieansätze, so die Autoren.  Quellen: Damond, N. et al.: A Map of Human Type 1 Diabetes Progression by Imaging Mass Cytometry. In: Cell Metabolism, 2019. Doi: https://doi.org/10.1016/j.cmet.2018.11.014 Universität Zürich: Wie Typ-1-Diabetes schrittweise die Insulinproduktion zerstört. Medienmitteilung vom 31.01.2019]]>
Newsletter Diabetesinformationsdienst Typ-1-Diabetes Grundlagenforschung Fri, 08 Feb 2019 09:19:07 +0100
Satt oder hungrig – ein sensibles Gleichgewicht https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/satt-oder-hungrig-ein-sensibles-gleichgewicht//index.html Krankhafte Fettleibigkeit – das zeigt die Forschung der letzten zehn Jahre – entsteht vor allem im Gehirn. Ein Wissenschaftlerteam hat dort nun einen molekularen Schalter entdeckt, der die Funktion von Sättigungsnerven und damit das Körpergewicht steuert. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal ‚Nature Metabolism‘ veröffentlicht.
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Krankhafte Fettleibigkeit – das zeigt die Forschung der letzten zehn Jahre – entsteht vor allem im Gehirn. Ein Wissenschaftlerteam hat dort nun einen molekularen Schalter entdeckt, der die Funktion von Sättigungsnerven und damit das Körpergewicht steuert. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal ‚Nature Metabolism‘ veröffentlicht. Die weltweite Epidemie schweren Übergewichts (Adipositas) hat einen Höchststand erreicht und betrifft heute nicht mehr nur Industrie- sondern auch Entwicklungsländer. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen daher mit Hochdruck, den Mechanismen hinter der Krankheit auf die Spur zu kommen, um therapeutische Eingriffsmöglichkeiten zu finden. Nun ist ein weiterer Schritt in diese Richtung gelungen.

Yin und Yang des Energiehaushalts

In einer speziellen Region des Gehirns, dem sogenannten Hypothalamus, kontrollieren vor allem zwei Gruppen von Nervenzellen das Körpergewicht und den Energiehaushalt. In ihrem Zusammenspiel sorgen sie für ein sensibles Gleichgewicht. Während eine Gruppe (sogenannte Agrp-Neuronen) die Nahrungsaufnahme stimuliert, erzeugt die andere (Pomc-Neuronen genannt) ein Sättigungsgefühl. Gerät dieses Wechselspiel  aus der Balance, kann daraus ein krankhaftes Übergewicht und in der Folge ein Typ-2-Diabetes entstehen. Bei der Regulierung der Nervenzellen spielt ein bestimmter Faktor (Tbx3) eine Schlüsselrolle. Ohne Tbx3 können die Nervenzellen für das Sättigungsgefühl keine Botenstoffe produzieren. Das Fehlen von Tbx3 führt in der Folge zu krankhaftem Übergewicht. Die entsprechenden Signalwege scheinen auch beim Menschen vorhanden zu sein. Seit längerem würde berichtet, dass Menschen, denen das Tbx3 Gen fehlt, häufig an Übergewicht litten, so die Autoren. Die Studie kläre nun erstmals die zugrundeliegenden Mechanismen und weise auf die zentrale Rolle des Gehirns bei der Regulierung des Energiehaushalts hin. Tbx3 könne in der Zukunft möglicherweise als Ansatz für die Entwicklung von Medikamenten in Frage kommen, so die Hoffnung der Wissenschaftler. Quellen: Quarta, C. et al.: Functional identity of hypothalamic melanocortin neurons depends on Tbx3. In: Nature Metabolism, 2019, DOI: 10.1038/s42255-018-0028-1 Helmholtz Zentrum München: Fettleibigkeit durch Identitätskrise bei Sättigungsnerven. Pressemitteilung vom 30.01.2019
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Newsletter Diabetesinformationsdienst Adipositas Grundlagenforschung Typ-2-Diabetes Tue, 05 Feb 2019 07:59:00 +0100
Luftschadstoffe und Gesundheit https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/luftschadstoffe-und-gesundheit-1//index.html Die Diskussion um Luftschadstoffe, deren gesundheitliche Auswirkungen und Schadstoffgrenzwerte ist in Deutschland derzeit groß. Führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben nun eine kurze Expertise zur „Rolle der Luftschadstoffe für die Gesundheit“ veröffentlicht. Darin werden die Auswirkungen auf die Gesundheit und der aktuelle Stand zu Richt- und Grenzwerten dargestellt und aktuelle Diskussionspunkte aufgegriffen. Diese Expertise wird von der Internationalen Gesellschaft für Umweltepidemiologie und der European Respiratory Society unterstützt.
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Die Diskussion um Luftschadstoffe, deren gesundheitliche Auswirkungen und Schadstoffgrenzwerte ist in Deutschland derzeit groß. Führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben nun eine kurze Expertise zur „Rolle der Luftschadstoffe für die Gesundheit“ veröffentlicht. Darin werden die Auswirkungen auf die Gesundheit und der aktuelle Stand zu Richt- und Grenzwerten dargestellt und aktuelle Diskussionspunkte aufgegriffen. Diese Expertise wird von der Internationalen Gesellschaft für Umweltepidemiologie und der European Respiratory Society unterstützt. Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid sind laut Aussage der Experten die Luftschadstoffe, die die Gesundheit in erster Linie gefährden. Die Wirkungen beginnen in der Lunge, können aber Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Denn zum Teil können ultrafeine Partikel nicht nur in die kleinsten Atemwege und Lungenbläschen eindringen, sondern auch in den Blutkreislauf und so zu anderen Organen gelangen, heißt es in der Expertise. Einmal im Gewebe angekommen, führen verschiedene Prozesse zu oxidativem Stress und Entzündungsreaktionen im ganzen Körper.

Welche Krankheiten können durch Luftschadstoffe verursacht werden?

So könne Feinstaub Lungenerkrankungen und Herzkreislauferkrankungen auslösen und damit die Lebenserwartung verkürzen, heißt es im Papier. Besonders die Evidenz für Lungenkrebs und Herzkreislauferkrankungen gelte inzwischen als „kausal gesichert“. Mit diesem Begriff werden solche Zusammenhänge bezeichnet, für die es ausreichend Studien gibt, in denen zufällige Zusammenhänge, Verzerrungen oder andere Störgrößen ausgeschlossen werden können und die bei umweltrelevanten Schadstoffkonzentrationen vorkommen. Ebenfalls als kausal eingestuft wurde, dass Ozon kurzfristig zu einer erhöhten Sterblichkeit aufgrund von Atemwegskrankheiten, zu mehr atemwegsbedingten Notfallsituationen und Krankenhauseinweisungen führt. Und Stickstoffdioxid die Gesundheit bei Asthmatikern verschlechtert. Neuere Studien würden außerdem auf einen Zusammenhang mit Herzkreislauferkrankungen und Diabetes hinweisen. Zudem würden die neueren Studien auch  Wirkungen der Schadstoffe unterhalb der gegenwärtig geltenden Grenzwerte dokumentieren. Um die langfristigen Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die Gesundheit abzuschätzen, werden allgemein große epidemiologische Beobachtungsstudien herangezogen, die oft auch Risikogruppen wie Kinder oder kranke Personen mit einschließen. Außerdem weisen die Experten auch darauf hin, dass qualitativ hochwertige epidemiologische Studien immer auch andere Risikofaktoren für Erkrankungen wie zum Beispiel Rauchen, mangelnde körperliche Bewegung, Ernährung, Bildung oder das Einkommen sehr genau berücksichtigen

Stellungnahmen zu aktuellen Diskussionspunkten

In ihrer Expertise gehen die Forschenden auch auf aktuelle Diskussionspunkte ein, nehmen zu folgenden Behauptungen Stellung und entkräften sie:
  • „Rauchen ist viel giftiger und die Dosis viel höher. Deshalb kann bei der vergleichsweise niedrigen Dosis der Luftverschmutzung kein Schaden entstehen“
  • „Es fehlt ein typisches Vergiftungsmuster“
  • „Die Studien berücksichtigen andere Risikofaktoren nicht und führen deshalb zu viel zu hohen Krankheitslasten“
  • „Tote durch Feinstaub oder Stickoxide gibt es nicht“
  • „Die Grenzwerte in den USA für Stickstoffdioxid sind mehr als doppelt so hoch. Deshalb kann Stickstoffdioxid gar nicht so schlimm sein“
Die Experten-Antworten auf diese Aussagen und die gesamte Expertise können Sie hier nachlesen: Die Rolle der Luftschadstoffe für die Gesundheit (PDF) Quelle: Peters, A. et al.: Die Rolle der Luftschadstoffe für die Gesundheit - Eine Expertise im Namen der Internationalen Gesellschaft für Umweltepidemiologie (ISEE) und der European Respiratory Society (ERS)]]>
News Diabetesinformationsdienst Vorbeugung Newsletter Diabetesinformationsdienst Wed, 30 Jan 2019 11:54:57 +0100
Blutgefäße aus dem Labor: Modell für die Diabetes-Forschung https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/blutgefaesse-aus-dem-labor-modell-fuer-die-diabetes-forschung//index.html Die Nachbildung menschlicher Blutgefäße in der Petrischale bietet neue Möglichkeiten, die Entstehung von Gefäßerkrankungen zu untersuchen und neue Behandlungsmethoden zu entwickeln. An aus Stammzellen entwickelten Blutgefäß-ähnlichen Strukturen lassen sich die Auswirkungen erhöhter Blutzuckerwerte studieren. Dies beschreibt eine österreichische Forschergruppe im Fachjournal ‚Nature‘
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Die Nachbildung menschlicher Blutgefäße in der Petrischale bietet neue Möglichkeiten, die Entstehung von Gefäßerkrankungen zu untersuchen und neue Behandlungsmethoden zu entwickeln. An aus Stammzellen entwickelten Blutgefäß-ähnlichen Strukturen lassen sich die Auswirkungen erhöhter Blutzuckerwerte studieren. Dies beschreibt eine österreichische Forschergruppe im Fachjournal ‚Nature‘ Schwerwiegende Folgeerkrankungen des Diabetes wie Nierenversagen, Erblindung, Herzkreislauferkrankungen oder das diabetische Fußsyndrom beruhen auf Schädigungen der großen, kleinen und kleinsten Blutgefäße. Die molekularen Ursachen, die diesen zuckerbedingten Schäden zugrunde liegen, sind noch nicht im Einzelnen bekannt.   Einem Wissenschaftlerteam ist es nun gelungen, aus Stammzellen im Labor eine organähnliche Nachbildung menschlicher Blutgefäße zu entwickeln.

Diabetes-Folgen im Labor nachgestellt

Setzt man diese Petrischalen-Blutgefäße einem sehr zuckerreichen Nährmedium aus, welches zudem entzündungsfördernde Stoffe (Zytokine) enthält, kommt es zu Gefäßwandverdickungen und Schädigungen, wie sie auch bei Menschen mit Diabetes beobachtet werden können. Im nächsten Schritt untersuchten die Forschenden verschiedene molekulare Signalwege auf ihren Einfluss bei der diabetestypischen Verdickung der Gefäßwände. Zwei Eiweißstoffe eines Signalweges (die Proteine NOTCH3 und DLL4) erwiesen sich im Laborversuch als vielversprechende Ansatzpunkte, um Gefäßveränderungen aufzuhalten. Diese Proteine finden sich ebenfalls in den Blutgefäßen von Diabetes-Patienten. Blockiert man den Signalweg mithilfe eines kleinen Moleküls, ließ sich die Schädigung der Gefäße unterbinden.  Dies stelle einen ganz neuen Ansatz zur Behandlung von Diabetesfolgen dar, bekräftigen die Autoren. Insgesamt biete das neuartige Modell eine Vielzahl von Möglichkeiten, Gefäßerkrankungen gezielt zu erforschen und auf lange Sicht neue Behandlungsmethoden zu entwickeln. Quellen: Wimmer, R.A. et al.: Human blood vessel organoids as a model of diabetic vasculopathy. In: Nature (2019), doi.org/10.1038/s41586-018-0858-8 IMBA, Institute of Molecular Biotechnology, Austrian Academy of Science: Deciphering Diabetes with Game-Changing Human Blood Vessels from Stem Cells, Pressemitteilung vom 16.01.2019  Weitere Informationen im Video: http://Video Abstract : https://youtu.be/MEKdEDcA2ok]]>
Newsletter Diabetesinformationsdienst Typ-2-Diabetes Grundlagenforschung Typ-1-Diabetes Vorbeugung Mon, 28 Jan 2019 13:12:09 +0100
Kortison und Diabetes: Molekulare Zusammenhänge https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/kortison-und-diabetes-molekulare-zusammenhaenge//index.html Bei Patienten, die langfristig mit entzündungshemmenden Glukokortikoiden wie Kortison behandelt werden, können sich Nebenwirkungen im Zuckerstoffwechsel bemerkbar machen. Ein Wissenschaftlerteam konnte nun einen Mechanismus aufklären, der zu diesem sogenannten Steroid-Diabetes führt. Die Ergebnisse sind im Fachjournal ‚Nature Communications‘ nachzulesen.
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Bei Patienten, die langfristig mit entzündungshemmenden Glukokortikoiden wie Kortison behandelt werden, können sich Nebenwirkungen im Zuckerstoffwechsel bemerkbar machen. Ein Wissenschaftlerteam konnte nun einen Mechanismus aufklären, der zu diesem sogenannten Steroid-Diabetes führt. Die Ergebnisse sind im Fachjournal ‚Nature Communications‘ nachzulesen. Glukokortikoide wie Kortison werden seit vielen Jahrzehnten für die Behandlung von Entzündungskrankheiten wie Asthma oder Rheuma eingesetzt und sind das meistverschriebene Präparat zur entzündungshemmenden Behandlung. Auch bei Autoimmunerkrankungen, Organtransplantationen oder Krebs kommen sie zur Anwendung. Allerdings wird ihr vielseitiger Einsatz durch verschiedene Nebeneffekte beschränkt, die bei der Therapie auftreten können. Dazu gehören unter anderem unerwünschte Einflüsse auf den Stoffwechsel. Glukokortikoide steigern beispielsweise den Blutzuckerspiegel, indem sie die Zuckerneuproduktion in der Leber anregen, und die Insulin-Sekretion hemmen. Nachdem die Glukokortikoide an ihren Rezeptor in den Körperzellen gebunden haben, beginnt dieser damit, zahlreiche Gene ein- und auszuschalten. Dazu zählen auch verschiedene Stoffwechselgene. In der Folge kann ein sogenannter Steroid-Diabetes entstehen.

Zukunftsausblick: Verbesserung entzündungshemmender Medikamente

In der aktuellen Studie untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die genauen Mechanismen, die nach der Bindung der Glukokortikoide an den Rezeptor ablaufen. Dabei fiel vor allem der Transkriptionsfaktor E47 auf, der gemeinsam mit dem Glukokortikoid-Rezeptor für die veränderten Genaktivitäten speziell in Leberzellen sorgt. Diesen Zusammenhang konnten das Team durch genomweite Analysen und genetische Experimente im Modellorganismus herausarbeiten. Fehlt das Gen für E47, käme es zu einem Schutz gegen den negativen Effekt der Glukokortikoide, während bei intaktem E47 Stoffwechselveränderungen wie Überzucker, erhöhte Blutfette oder eine Fettleber als Reaktion auf die Steroide entstünden, so die Autoren  Da die Komponenten des neu gefundenen Mechanismus auch beim Menschen existieren, möchten die Autoren künftig herausfinden, ob sich die Ergebnisse dort bestätigen. Neue therapeutische Eingriffsmöglichkeiten könnten sich anbieten, um den Nebenwirkungen einer Kortison-Therapie durch sicherere Medikamente entgegenzuwirken, so die Hoffnung des Wissenschaftlerteams. Quellen: Hemmer, MC et al.: E47 modulates hepatic glucocorticoid action. In: Nature Communications, 2019, DOI: 10.1038/s41467-018-08196-5 Helmholtz Zentrum München: Ursache für Nebenwirkungen bei Kortison-Präparaten geklärt. Pressemitteilung vom 25.1.2019]]>
Newsletter Diabetesinformationsdienst Typ-2-Diabetes Vorbeugung Seltene Formen Grundlagenforschung Fri, 25 Jan 2019 08:33:09 +0100
Infektionsrisiko bei Diabetes mellitus https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/infektionsrisiko-bei-diabetes-mellitus//index.html Menschen mit Diabetes mellitus haben ein erhöhtes Infektionsrisiko. Dieses hängt sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes weniger mit der Dauer der Diabeteserkrankung zusammen, sondern eher mit einer ungenügenden Blutzuckereinstellung. Dies untermauerte ein Wissenschaftlerteam aus England mit den Daten einer großen Kohortenstudie.
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Menschen mit Diabetes mellitus haben ein erhöhtes Infektionsrisiko. Dieses hängt sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes weniger mit der Dauer der Diabeteserkrankung zusammen, sondern eher mit einer ungenügenden Blutzuckereinstellung. Dies untermauerte ein Wissenschaftlerteam aus England mit den Daten einer großen Kohortenstudie.
Bisherige Studien zum Zusammenhang zwischen Blutzuckerkontrolle und Infektionen waren oft ungenau. Misst man den Langzeitblutzuckerwert HbA1c in zu engem zeitlichem Zusammenhang zur Infektion, kann dies die Daten verfälschen: Eine Infektion kann ihrerseits den Blutzuckerwert ansteigen lassen – diese Reaktion nennt man Stress-Hyperglykämie.  Die englischen Forschenden untersuchten die Daten einer großen Kohortenstudie, die repräsentative Daten über die Primärversorgung der britischen Bevölkerung enthielt. Hier lagen jeweils mehrere HbA1c-Messwerte der einzelnen Patienten vor, die Auskunft über die Blutzuckereinstellung bereits vor Ausbruch einer Infektion gaben.  Über 85.000 Patientinnen und Patienten im Alter von 40 bis 89 Jahren wurden analysiert und mit den Daten einer gesunden Kontrollgruppe verglichen.  Berücksichtigt wurden Infektionen, die zur Verordnung von Medikamenten gegen Infektionen durch Viren, Pilze oder Bakterien, zur Krankenhauseinweisung oder zum Tod führten.

Infektionsrisiko bei Menschen mit Typ-1-Diabetes und hohem HbA1c-Wert am größten

Die Ergebnisse im Einzelnen: 
  • Im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe bestand sowohl bei Patienten mit gut als auch bei Patienten mit schlecht eingestelltem Diabetes ein erhöhtes Risiko für einen infektionsbedingten Krankenhausaufenthalt. 
  • Mit steigenden HbA1c-Werten nahm das langfristige Infektionsrisiko zu. 
  • Das höchste Risiko wiesen Menschen mit Typ-1-Diabetes und einer schlechten Blutzuckereinstellung (HbA1c höher als 11 Prozent) auf. 
Fazit der Autoren: Ihre Analyse zeige einen starken und wahrscheinlich ursächlichen Zusammenhang zwischen schlechter Diabeteseinstellung und dem Infektionsrisiko. Zukünftige Forschung sowie die ärztliche Versorgung solle sich daher besonders auf die Vermeidung von Infektionen bei gefährdeten Personen konzentrieren.
Quellen: 
Dobler, G.: Hohes Infektionsrisiko bei schlechter Diabeteseinstellung. In: Diabetologie, 2018, 13, S. 534. 
Critchley, J.A. et al.: Glycemic Control and Risk of Infections Among People With Type 1 or Type 2 Diabetes in a Large Primary Care Cohort Study. In: Diabetes Care. 2018, 41(10):2127-2135. doi: 10.2337/dc18-0287. 
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Newsletter Diabetesinformationsdienst Typ-1-Diabetes Typ-2-Diabetes Leben mit Diabetes Folgeerkrankungen Tue, 22 Jan 2019 09:26:00 +0100
Körperfett verbrennen statt speichern https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten-aus-der-diabetesforschung/news/article/koerperfett-verbrennen-statt-speichern//index.html Seit einigen Jahren ist bekannt, dass weißes Speicherfett sich im Körper in beiges, energieverbrennendes Fettgewebe umwandeln kann. Erkenntnisse über die physiologischen Abläufe, die einer Umwandlung zugrunde liegen, könnten zukünftig genutzt werden, um Medikamente gegen Fettleibigkeit zu entwickeln.
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Seit einigen Jahren ist bekannt, dass weißes Speicherfett sich im Körper in beiges, energieverbrennendes Fettgewebe umwandeln kann. Erkenntnisse über die physiologischen Abläufe, die einer Umwandlung zugrunde liegen, könnten zukünftig genutzt werden, um Medikamente gegen Fettleibigkeit zu entwickeln. Ein deutsches Wissenschaftlerteam untersuchte die Rolle eines spezifischen Enzyms im Fettgewebe:  Die Forschenden unterdrückten die Bildung der sogenannten Proteinkinase D1 (PKD1) im Tiermodell. Mäuse, denen das Enzym fehlte, blieben im Gegensatz zu ihren Artgenossen auch bei kalorienreicher Ernährung schlank. Sie entwickelten keine Insulinresistenz und keine Fettleber, sondern zeigten einen deutlich erhöhten Energieumsatz. Das Muster der zugrundeliegenden Genaktivität ähnelte in den Zellen ohne PKD1 dem im beigen Fettgewebe. 

Neue Ansätze zur Behandlung von Übergewicht?

Ähnliche Effekte ließen sich in Zellkultur menschlicher Fettzellen nachvollziehen. Hemmten die Forscher das Enzym PKD1, stellten die Zellen die Fettspeicherung ein und erhöhten den Energieumsatz. Auch in Blutproben von freiwilligen Testpersonen zeigten sich Unterschiede: Je höher die PKD1-Konzentration war, desto stärker war die Insulinresistenz der Probanden. Auf lange Sicht könnten Forschungsergebnisse wie diese verwendet werden, um Medikamente zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas zu entwickeln. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Fachjournal ‚The EMBO Journal‘. Quellen: Löffler, M.C. et al.: Protein kinase D1 deletion in adipocytes enhances energy dissipation and protects against adiposity. The EMBO Journal, 2018, DOI: 10.15252/embj.201899182 Rudolf-Virchow-Zentrum für experimentelle Biomedizin, Universität Würzburg: Enzym PKDI aktiviert die Fettspeicherung. Pressemitteilung vom 14.01.2019]]>
Newsletter Diabetesinformationsdienst Adipositas Metabolisches Syndrom Prävention Typ-2-Diabetes Fri, 18 Jan 2019 07:54:04 +0100