Typ-2-Diabetes: Was macht die Forschung?

Gene und Lebenstil: Typ-2-Diabetes ist eine komplexe Erkrankung, die intensiv erforscht wird
Bild: fotolia

Risiko & Früherkennung:
Ein großes Gebiet der Diabetesforschung beschäftigt sich mit den ursächlichen Mechanismen, die eine Rolle bei der Krankheitsentstehung spielen. Dabei sind insbesondere genetische Veranlagung und äußere Einflussfaktoren, z.B. aus der Umwelt, von Interesse. So gibt es einige bekannte Genvarianten, die mit Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht werden. Umweltfaktoren wie Lebensstil und Ernährung spielen eine Rolle, aber auch die Feinstaubbelastung wird als ein möglicher Mitauslöser diskutiert.

Diagnose & Therapie:
Ziel vieler Wissenschaftler ist es, die Diagnostik bei Diabetes und seinen Vorstufen zu verfeinern, beispielsweise durch neu entdeckte Biomarker. Außerdem suchen Diabetesforscher nach molekularen Strukturen und Mechanismen für die Entwicklung neuer Behandlungsansätze. So wurde erst 2012 ein orales Antidiabetikum mit einem neuen Wirkmechanismus (SGLT-2-Hemmer) auf den Markt gebracht, das die Zuckerausscheidung über den Harn fördert.

Ein vielversprechendes Forschungsgebiet ist die hormonelle Steuerung des Stoffwechsels und zwar sowohl durch den Verdauungsapparat als auch durch das Gehirn. Wissenschaftler untersuchen intensiv Botenstoffe und Zellschalter, die den Zucker- und Fettstoffwechsel regulieren, mit dem Ziel, daraus neue Wirkstoffe zu entwickeln. Ein Beispiel dafür sind multifunktionale Moleküle, die mehrere positive Stoffwechseleigenschaften in sich vereinen.


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Letzte Aktualisierung: 09.05.2019

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