Kann es bei Diabetes zu Notfallsituationen kommen?

Notfallmonitor. Notfälle bei Diabetes.
Bild: fotolia

Ja, bei der Erkrankung Diabetes ist die körpereigene Regulation des Blutzuckers gestört. Sowohl extrem hohe als auch extrem niedrige Blutzuckerspiegel sind möglich. Sie stellen Notfallsituationen dar und können lebensbedrohlich sein. Wichtige Informationen und Tipps zum Umgang mit Notfallsituationen bei Diabetes werden jedem Diabetiker im Rahmen einer Schulung gegeben.

Unterzuckerung (Hypoglykämie): Stark niedrige Blutzuckerspiegel können durch eine Überdosierung blutzuckersenkender Medikamente, einen veränderten Medikamentenbedarf (z.B. bei Sport oder Magen-Darm-Erkrankungen) und weitere Faktoren verursacht werden. Symptome wie Zittern, Schwitzen und Herzklopfen sind häufig, aber nicht immer vorhanden. Wichtig ist die unmittelbare Zufuhr von Zucker, etwa als zuckerhaltiges Getränk oder Snack. Bei einer bewusstlosen Patientin oder einem bewusstlosen Patienten ist sofort ein Notarzt zu rufen. Führt die Patientin oder Patient einen Glukagon-Pen mit sich, kann dieser injiziert werden.

Überzucker (Hyperglykämie): Massiv erhöhte Blutzuckerspiegel treten häufig bei Infekten auf, da hier der Insulinbedarf erhöht ist. Unterdosierungen der blutzuckersenkenden Medikamente, z.B. durch Vergessen oder einen Defekt des Insulinpens/der Insulinpumpe, können ebenfalls ursächlich sein. Warnzeichen sind verstärktes Wasserlassen, Übelkeit/Erbrechen und Bauchschmerzen. Wichtig ist die schnelle Zufuhr von Flüssigkeit und Insulin.

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Letzte Aktualisierung: 09.05.2019

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