Leben mit Diabetes

Wer die Diagnose Diabetes erhält, muss sich nicht nur mit Fragen zur Therapie, dessen Überwachung (Monitoring) und den möglichen akuten und chronischen Komplikationen auseinandersetzen. Vielmehr ist es für die Betroffenen notwendig, sich Schritt für Schritt ihr Leben mit der Krankheit im Alltag einzurichten. Neben psychischen Belastungen wie Ängsten, Depressionen oder sozialen Folgen, beeinträchtigen Menschen mit Diabetes auch Notfallsituationen wie eine schwere Unterzuckerung (Hypoglykämie). Auch im Ausbildungs- und Arbeitsleben wirft die Diagnose Diabetes bei Betroffenen eine Vielzahl an Fragen auf und führt nicht selten zu sozialer Diskriminierung und zu Nachteilen.

Ärzte können ihre Patienten dabei nicht rund um die Uhr begleiten. Die Betroffenen müssen vielmehr lernen, selbst mit ihrer Krankheit umzugehen und sie bestmöglich in ihren Alltag zu integrieren (Empowerment). Eine strukturierte Schulung und praktisches Training sind daher wichtige Bestandteile der Diabetes-Therapie. Zentrale Themen sind dabei die individuell vereinbarte Plasmaglukose-Einstellung, ausgewogene Ernährung, Suchtverhalten (vor allem Nikotin und Alkohol), Steigerung der körperlichen Aktivität und Stressbewältigungsstrategien.

Interview mit Prof. Dr. Rüdiger Landgraf,
Deutsche Diabetes Stiftung

Diagnose Typ-2-Diabetes - was sind die ersten Schritte? Schulung, gesunde Ernährung, Bewegung, Raucherentwöhnung, Strategien zur Stressbewältigung gehören zu einer umfassenden Basistherapie.

Interview mit Prof. Dr. Martin Halle,
Zentrum für Prävention und Sportmedizin, TU München

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Dabei ist moderates Training bereits ausreichend. Kleine Trainingseinheiten für Ausdauer, Kraft und Koordination können auf einfache Weise in den Alltag eingebaut werden. Doch was kann man tun, um die Motivation nicht zu verlieren?

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