Typ-2-Diabetes

Fünf Empfehlungen für gesunde Ernährung – wissenschaftlich geprüft

22. Mai 2017

Wer sich gesund ernähren oder abnehmen möchte, sollte lieber an den klassischen Mahlzeiten Frühstück, Mittagessen, Abendessen festhalten und auf den Snack zwischendurch verzichten. Denn ständige, unregelmäßige Nahrungszufuhr kann dem Herzkreislaufsystem und dem Stoffwechsel schaden. Zu diesem Schluss kommt die American Heart Association in einem ‚Scientific Statement‘.

Der richtige Zeitpunkt zum Essen

© dimj / Fotolia

Die Essgewohnheiten der Menschen in Industrieländern haben sich geändert – anders als noch vor einigen Jahrzehnten spielen die drei Hauptmahlzeiten keine so große Rolle mehr im Tagesablauf. Essen ist an jeder Straßenecke verfügbar und der ‚kleine‘ Hunger kann unkompliziert und schnell gestillt werden. Aber ist diese moderne Art der Ernährung auch gesund? Diese Frage untersuchte eine Expertengruppe der American Heart Association (AHA), indem sie aktuelle Fachliteratur auswertete.

Gesunde Ernährung zum richtigen Zeitpunkt

Die Abläufe im menschlichen Körper unterliegen einer inneren Uhr, die hauptsächlich durch den Tag-Nacht-Rhythmus geregelt wird. Zusätzlich reguliert der Wechsel von Nahrungsaufnahme und Hungerphasen den Rhythmus der Verdauungsorgane. Damit hat der Zeitpunkt und die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme auch eine Auswirkung auf Stoffwechselvorgänge und kann sich auf die Entwicklung von Übergewicht,  Typ-2-Diabetes und Herzerkrankungen auswirken.

Die AHA empfiehlt die folgenden Regeln als Basis für eine gesunde Ernährung:

  • Essen Sie bewusst.
  • Nehmen Sie den größten Teil der Kalorien eher früher am Tag zu sich. Regelmäßiges Frühstücken reduziert das Risiko für Gewichtszunahme. Fettwerte und Blutzucker bleiben dadurch eher im Gleichgewicht.
  • Intervallfasten – zum Beispiel an jedem zweiten Tag oder in anderen regelmäßigen Abständen – kann Insulin- und Blutzucker-Werte positiv beeinflussen und beim Abnehmen helfen.
  • Verzichten Sie nachts auf Essen. Nutzen Sie die Nachtstunden als kurze Fastenzeit.
  • Verwenden Sie kleine, zusätzliche Mahlzeiten strategisch, um Heißhungerattacken und damit das Überessen bei den Hauptmahlzeiten zu vermeiden. 

An die Wissenschaft appellieren die AHA-Experten, die Mahlzeiten-Frequenz und deren Auswirkung auf den Stoffwechsel mehr in den Fokus der Forschung zu rücken. Dies könnte ein Schlüssel für mehr Wissen über gesunde Ernährung sein.

Quellen:

St-Onge, M.P., et al.: Meal Timing and Frequency: Implications for Cardiovascular Disease Prevention: A Scientific Statement From the American Heart Association. In: Circulation, 2017, 135:e96-e121.

Wülker, A.: Wie wir uns alle krank essen. In: Medical Tribune, 52. Jahrgang, Nr. 14, 7. April 2017


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