Typ-2-Diabetes: Prävention

Eine Reihe qualitativ hochwertiger, internationaler Studien konnte zeigen, dass Primärpräventionsstrategien wie Lebensstiländerungen, das Risiko aus einer gestörten Glukosetoleranz Diabetes zu entwickeln um circa 60 Prozent sinken lassen. Wichtige Maßnahmen von Lebensstiländerungen sind:

  • Gewichtsreduktion um fünf Prozent

  • Vier Stunden körperliche Aktivität pro Woche, denn Bewegung sorgt dafür, dass Insulin wieder besser wirken kann und die energieverbrauchende Muskelmasse zunimmt

  • Aufnahme von 15 g Ballaststoffen pro 1000 Kilokalorien
  • Reduktion der Fettzufuhr auf maximal 30 Prozent der täglichen Energieaufnahme
  • Begrenzung der Aufnahme von gesättigten Fettsäuren auf zehn Prozent der täglichen Kalorienzufuhr.

Neben Lebensstilmodifikationen können auch bestimmte Medikamente hilfreich sein, die Primärprävention eines Typ-2-Diabetes zu unterstützen.

Wie die Tübinger TULIP-Studie gezeigt hat, profitieren jedoch nicht alle Menschen mit Prädiabetes von lebensstilmodifizierenden Maßnahmen. Etwa 20 bis 25 Prozent sprechen darauf ungenügend an (sogenannte Non-Responder). Genetische Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle.

Kurz und einfach erklärt im Video: Typ-2-Diabetes - früher erkennen und vorbeugen (Länge: 1.44 Min)

© Diabetesinformationsdienst München / Helmholtz Zentrum München / Deutsches Zentrum für Diabetesforschung

 

 

Vitamin D könnte das Risiko für Typ-2-Diabetes senken

Menschen mit einer guten Vitamin-D-Versorgung tragen ein geringeres Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken (HMGU-Pressemitteilung vom 29.09.2011). Personen mit einer geringeren Konzentration von Vitamin D im Blut haben dagegen ein erhöhtes Risiko. Dieser Effekt könnte unter anderem auf die entzündungshemmende Wirkung von Vitamin D zurückzuführen sein.

Wie entsteht Typ-2-Diabetes und Adipositas - Nur eine Frage des Lebensstils?

In seinem Vortrag beim 3. Patiententag des Diabetesinformationsdienstes am Helmholtz Zentrum München gibt Privatdozent Dr. Andreas Lechner (Klinikum der Universität München) einen umfassenden Überblick zu Ursachen, Entstehung und Verbreitung von Typ-2-Diabetes und Adipositas. Dabei geht er insbesondere auf Fragen des Lebensstils und mögliche genetische bzw. epigenetische Ursachen ein.
(Vortragsdauer: 19,7 Minuten)

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

08. Dezember 2015

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