Typ-2-Diabetes: Diagnose

Bei vielen Patienten bleibt ein Diabetes vom Typ-2 lange Zeit unerkannt, denn die Diabetes-Symptome sind oft unspezifisch. Erschwerend kommt hinzu, dass die Krankheitssymptome bei älteren Menschen häufig als altersbedingt verkannt werden. 

Kurz und einfach erklärt im Video: Typ-2-Diabetes - früher erkennen und vorbeugen (Länge: 1.44 Min)

© Diabetesinformationsdienst München / Helmholtz Zentrum München / Deutsches Zentrum für Diabetesforschung

 

 

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Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)

Der orale Glukosetoleranztest (oGTT) ermöglicht eine frühzeitige Diagnose. Mit diesem Test lässt sich eine gestörte Glukosetoleranz (auch Prädiabetes genannt) bereits Jahre vor Ausbruch der Krankheit feststellen. Dabei wird der Blutzuckerspiegel nüchtern sowie zwei Stunden nach dem Trinken von 75 g Glukose oder einer besser verträglichen Mischung aus kurzkettigen Kohlenhydraten – gelöst in Wasser – gemessen.

Vor dem Test sollte sich die Patientin oder der Patient mindestens drei Tage lang kohlenhydratreich ernähren, unmittelbar davor jedoch sollte sie oder er für acht bis zwölf Stunden nichts essen, trinken und nicht rauchen.

  • Liegt der Blutglukosewert zwei Stunden nach dem Trinken der Zuckerlösung zwischen 140 mg/dl und 199 mg/dl bei gleichzeitigen Nüchtern-Plasmaglukosewerten unter 126 mg/dl, spricht man von einer gestörten Glukosetoleranz oder einem Prädiabetes. Bei Werten über 200 mg/dl liegt ein Diabetes vor.
  • Abnorme Nüchternglukosewerte liegen bei einer Messung im venösen Plasma im Bereich 100 bis 125 mg/dl vor. Bei Gesunden liegen die Nüchtern-Plasmaglukosewerte unter 100 mg/dl. Ein Wert über 126 mg/dl bei wiederholter Messung zeigt einen Diabetes an.

Liegen Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes bei Verwandten ersten Grades oder ein früherer Schwangerschaftsdiabetes vor, empfehlen Experten schon jüngeren Patienten und in kürzeren Abständen einen oGTT.

Zusätzlich sollten Patienten auf etwaige Begleit- und Folgeerkrankungen untersucht werden. Dazu gehört etwa die Messung des Blutdrucks und der Blutfettwerte, des Körpergewichts und des Taillenumfangs.

Grafische Darstellung der Diagnose von Diabetes


  

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

  • Landgraf, R. et al.: HbA1c – ein Alleskönner? Therapiekontrolle, Screening und Diagnose des Diabetes. In: Der Diabetologe, 2011, 7: 335–346
  • Nauck, M. et al.: Definition, Klassifikation und Diagnostik des Diabetes mellitus. In: Diabetologe 2017;12 (Suppl 2): S94-S100
  • Heinemann, L. et al.: HbA1c-Messung in Deutschland: Ist die Qualität ausreichend für Verlaufskontrolle und Diagnose? Positionspapier der Kommission für Labordiagnostik in der Diabetologie der DGKL und der DDG. In: Diabetologie, 2018; 13: 46–53

Letzte Aktualisierung:

21. Juni 2018

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