Typ-2-Diabetes: Diagnose

Bei vielen Patienten bleibt eine Typ-2-Diabeteserkrankung lange Zeit unerkannt, denn die Symptome sind oft unspezifisch. Erschwerend kommt hinzu, dass die Krankheitssymptome bei älteren Menschen häufig als altersbedingt verkannt werden. 

Der orale Glukosetoleranztest (oGTT) ermöglicht eine frühzeitige Diagnose. Mit diesem Test lässt sich eine gestörte Glukosetoleranz bereits Jahre vor Ausbruch der Krankheit feststellen. Dabei wird der Blutglukosespiegel nüchtern sowie zwei Stunden nach dem Trinken von 75 g Glukose – gelöst in Wasser – oder einer besser verträglichen Mischung aus kurzkettigen Kohlenhydraten, gemessen. Vor dem Test sollte sich der Patient mindestens drei Tage lang kohlenhydratreich ernähren, unmittelbar davor jedoch sollte er 8-12 Stunden nichts essen, trinken und nicht rauchen. Liegt der Blutglukosewert zwei Stunden nach dem Trinken der Glukoselösung zwischen 140 mg/dl und 199 mg/dl bei gleichzeitigen Nüchtern-Plasmaglukosewerten unter 126 mg/dl, spricht man von einer gestörten Glukosetoleranz oder einem Prädiabetes. Bei Werten über 200 mg/dl liegt ein Diabetes vor. Abnorme Nüchternglukosewerte liegen bei einer Messung im venösen Plasma im Bereich 100 bis 125 mg/dl vor.

Bei Gesunden liegen die Nüchtern-Plasmaglukosewerte unter 100 mg/dl. Ein Wert über 126 mg/dl bei wiederholter Messung zeigt deshalb einen Diabetes an. Liegen Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes bei Verwandten ersten Grades oder ein früherer Schwangerschaftsdiabetes vor, empfehlen Experten schon jüngeren Patienten und in kürzeren Abständen einen oGTT.

Grafische Darstellung der Diagnose von Diabetes


  

Zusätzlich sollten Patienten auf etwaige Begleit- und Folgeerkrankungen untersucht werden. Dazu gehört etwa die Messung des Blutdrucks und der Blutfettwerte, des Körpergewichts und des Taillenumfangs.
     

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

08. Dezember 2015

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