Erkrankungen des Pankreas (Typ-3c)

Ursache: Krankheiten des exokrinen Pankreas können Diabetes vom Typ-3c zur Folge haben.


„Exokrin“ bedeutet, dass das Sekretionsprodukt der Drüse nach außen abgegeben wird. „Endokrin“ bedeutet dagegen eine Abgabe von Stoffen ins Innere, zum Beispiel in den Blutstrom. Die Bauchspeicheldrüse besitzt sowohl exokrine wie endokrine Anteile, die einerseits Verdauungsenzyme und andererseits die Hormone Insulin und Glucagon produzieren.

Bauchspeicheldrüse
© lom123 / fotolia.com

Erkrankungen, bei denen Typ 3c-Diabetes auftreten kann:

  • Chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Sie führt zu einem Funktionsausfall der exokrinen und endokrinen Drüsenfunktionen. Die Hauptursache ist in über 70 Prozent der Fälle ein Alkoholmissbrauch. Wenn etwa 90 Prozent der Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört sind, entwickelt sich ein Diabetes mellitus. Seltenere Ursachen sind ein erhöhter Calcium-Spiegel im Serum oder ein Verschluss der Gallengänge.
  • Verletzungen der Bauchspeicheldrüse – zum Beispiel durch einen Unfall – bzw. operative Entfernung der Bauchspeicheldrüse.
  • Neoplasmen: Vermehrte Neubildung von Gewebe bei Bauchspeicheldrüsenkrebs.
  • Mukoviszidose (auch Zystische Fibrose, CF, genannt): 30 Prozent der Menschen mit der nicht heilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose erkranken zusätzlich an Diabetes mellitus. Der Insulinmangel bei Mukoviszidose-Patienten entsteht durch die Bildung von zähflüssigem Sekret in der Bauchspeicheldrüse. Dieses verstopft die Ausführgänge und schädigt benachbarte Inselzellen, in denen Insulin und andere Hormone gebildet werden. Neue Daten zeigen, dass sich eine frühzeitige Diabetes-Diagnose und -Behandlung positiv auswirkt. Eine Behandlung mit Insulin ist bisher die einzige geprüfte Diabetes-Therapie für Mukoviszidose-Patienten.
  • Hämochromatose ("Eisenspeicherkrankheit"): In Folge einer genetisch bedingten  Stoffwechselstörung reichert sich im Körper Eisen an. Zunächst treten unspezifische Symptome wie Müdigkeit, allgemeine Schwäche und Unwohlsein auf. Mit der Zeit können ohne Behandlung schwerwiegendere Folgen hinzukommen. Unter anderem zerstört das überschüssige Eisen die Betazellen und es entsteht Diabetes mellitus. Etwa 65 Prozent der Hämochromatose-Patienten sind zuckerkrank.
Schließen
Informationen zum Inhalt

Quellen

Letzte Aktualisierung

05. Juni 2018

zum Seitenanfang
Druckversion

Wir verwenden Cookies um Ihnen den Besuch der Webseite so angenehm wie möglich zu machen. Wir benötigen Cookies um die Dienste ständig zu verbessern, bestimmte Features zu ermöglichen und wenn wir Dienste bzw. Inhalte Dritter einbetten, wie beispielsweise den Videoplayer. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Wir verwenden unterschiedliche Arten von Cookies. Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Cookie-Einstellungen zu personalisieren:

Einstellung anzeigen.
In unserer Datenschutzerklärung finden Sie weitere Informationen.

Dort können Sie Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit ändern.