Schwangerschaftsdiabetes: Risikofaktoren

Die Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Schwangerschaftsdiabetes sind Übergewicht bzw. Fettleibigkeit (Adipositas) und eine genetische Veranlagung. Dazu kommen weitere Faktoren wie etwa Schwangerschaftsdiabetes während einer früheren Schwangerschaft, Verwandte ersten oder zweiten Grades mit Diabetes, zunehmendes mütterliches Alter, ein PCO-Syndrom (Polyzystisches Ovarialsyndrom) oder eine frühere Entbindung mit einem Geburtsgewicht des Kindes über 4.500 Gramm. Auch die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten sowie die Einnahme von Medikamenten wie Kortison können eine Rolle bei der Entstehung von Schwangerschaftsdiabetes spielen. Frauen asiatischer Herkunft erkranken häufiger an Schwangerschaftsdiabetes als Frauen westlicher Herkunft.

GUT ZU WISSEN

Frauen sollten bereits bei Kinderwunsch auf ein normales Körpergewicht achten.

Übergewicht

Wie bei Typ-2-Diabetes auch beeinflusst der persönliche Lebensstil das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes: Der wichtigste lebensstilbezogene Risikofaktor ist Übergewicht, häufig als Folge von Bewegungsmangel und kalorienreicher Nahrung. So erkranken übergewichtige Frauen wesentlich häufiger an der Stoffwechselstörung als schlanke Frauen. Bereits bei einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 bis 30 kg/m2 ist das Risiko um das Zwei- bis Sechsfache erhöht. Frauen mit noch höherem BMI leiden sogar bis zu zwanzigmal häufiger an Schwangerschaftsdiabetes als normalgewichtige Frauen. Insgesamt zeigen Studien, dass Übergewicht vor einer Schwangerschaft ein größerer Risikofaktor für Mutter und Kind ist als etwa eine übermäßige Gewichtszunahme der Mutter während der Schwangerschaft. Auch ein höheres Lebensalter bei der Schwangerschaft, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen (metabolisches Syndrom) gefährden Schwangere in besonderem Maße.

Rauchen

Zigarettenrauchen - aktiv wie passiv - erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes. Dies belegen Ergebnisse der Nurses Health Study an über 100.000 Frauen. So können Frauen durch Verzicht auf Rauchen, am besten schon ab dem Zeitpunkt des Kinderwunsches, neben allen anderen Vorteilen auch ihr Diabetesrisiko während und nach der Schwangerschaft senken.

Gene

IN KÜRZE

Gene, Bewegungsmangel, Übergewicht und Rauchen spielen eine wichtige Rolle für die Entstehung von Schwangerschaftsdiabetes.

Die Genetik des Schwangerschaftsdiabetes unterscheidet sich nicht wesentlich von der des Typ-2-Diabetes. Risikofaktoren für Schwangerschaftsdiabetes sind – wie bei Typ-2-Diabetes – jene Veränderungen (Mutationen) in den Genen, welche die Insulinempfindlichkeit herabsetzen oder welche Betazellen daran hindern, ausreichende Mengen an Insulin zu produzieren.

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

16. Mai 2018

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