Schwangerschaftsdiabetes

Beratung Schwangerschaft
© Monkey Business / Fotolia.com

Als Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) bezeichnet man eine Glukosetoleranzstörung, die während der Schwangerschaft diagnostiziert wird. In Deutschland sind etwa 4,5 Prozent aller Schwangerschaften betroffen. 2012 wurde ein generelles Diabetes-Screeningverfahren aller schwangeren Frauen etabliert, die Krankenkassen übernehmen hierfür die Kosten.

In der Regel verläuft die Stoffwechselerkrankung symptomarm, die typischen Anzeichen von Diabetes mellitus wie starker Durst und verstärkter Harndrang fehlen meist. Die erhöhten Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft gefährden allerdings sowohl die Schwangere als auch vor allem das Kind. So erkranken mehr als 50 Prozent der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes innerhalb von acht Jahren nach der Entbindung an Typ-2-Diabetes. Bei den Kindern kann es zum einen zu Frühgeburten kommen, zum anderen kommen die Kinder häufiger mit einem erhöhten Geburtsgewicht zur Welt, was zu Geburtskomplikationen führen kann. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Kinder auch im späteren Leben übergewichtig sind und Typ-2-Diabetes entwickeln.
 

NACHRICHTEN AUS DER FORSCHUNG

AKTUELLES AUS DER FORSCHUNG: Nachrichten, Ergebnisse aus klinischen Studien und Forschungslabors, Veranstaltungshinweise und mehr ...weiter

GRUNDLAGEN: Als Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes (GDM) genannt, bezeichnet man eine Glukosetoleranzstörung, die während der Schwangerschaft auftritt und diagnostiziert wird ...weiter

VERBREITUNG: Experten schätzen, dass Schwangerschaftsdiabetes bei mindestens 4,5 Prozent aller Schwangerschaften auftritt. Im Jahre 2014 litten von insgesamt rund 650.000 Geburten in Deutschland fast 31.000 Mütter ...weiter

RISIKOFAKTOREN: Die Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Schwangerschaftsdiabetes sind Übergewicht und eine genetische Veranlagung. Dazu kommen weitere Faktoren wie etwa wiederholte Fehlgeburten ...weiter

DIAGNOSE: Die neue evidenzbasierte Leitlinie "Gestationsdiabetes mellitus" der Deutschen Diabetesgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe aus dem Jahr 2011 legt fest, dass die Diagnose eines Schwangerschaftsdiabetes ...weiter

THERAPIEN: In ca. 85 Prozent der Fälle reicht eine Umstellung der Ernährung aus, um die Blutzucker-Werte in den Zielbereich zu senken. Eine Einschränkung der Fett- bzw. Kohlenhydrat- und Kalorienaufnahme ...weiter

PRÄVENTION: In Studien werden Ansätze für Vorbeugung getestet, durch die Hochrisikopatientinnen vermeiden können, dass sie nach der Geburt ihres Kindes Typ-2-Diabetes entwickeln ...weiter

FORSCHUNGSANSÄTZE: Hauptziele der Forschung im Bereich Schwangerschaftsdiabetes sind derzeit, Präventionsansätze zu entwickeln, die verhindern, dass Hochrisikopatientinnen nach der Geburt ihres Kindes Typ-2-Diabetes entwickeln ...weiter

WEITERE INFORMATIONEN: Informationen im Internet, Forschungseinrichtungen, Fachpublikationen ...weiter

Nach oben

zum Seitenanfang
Druckversion