Adipositas: Diagnose

Bei Adipositas müssen verschiedene Punkte diagnostisch abgeklärt werden: Ausmaß des Übergewichts, Fettverteilung, Stoffwechsellage und die Frage, inwieweit Begleiterkrankungen oder Folgeerkrankungen vorliegen, wobei auch psychische Aspekte zu berücksichtigen sind. Außerdem sollten die individuellen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten ermittelt werden.

 

 

Body-Mass-Index (BMI) und Taillenumfang

Um das Ausmaß des Übergewichts festzustellen, werden Körpergewicht und Körpergröße gemessen und daraus der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) errechnet: Gewicht (kg) geteilt durch Körpergröße zum Quadrat (m2)

Ein Rechenbeispiel:
Körpergröße: 1,60 m groß, Körpergewicht: 70 kg. 
1,6 x 1,6 = 2,56
70:2,56 = 27,3
Der  BMI beträgt 27,3. Zur Einordnung des errechneten BMI

Wichtig ist auch die Messung des Taillenumfangs, um den Körperfettanteil zu erfassen. So wird festgestellt, ob die Bauchfettdepots vergrößert sind. Ein Taillenumfang von 88 cm und mehr bei Frauen bzw. 102 cm und mehr bei Männern weist auf eine abdominale (bauchbetonte) Adipositas hin, die mit einem hohen Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Krankheiten verbunden ist.

Glukosetoleranztest

Um zu untersuchen, inwieweit bereits eine Störung des Zuckerstoffwechsels bzw. ein Prädiabetes vorliegt, wird ein Glukosetoleranztest durchgeführt. 
 

Kurz und einfach erklärt im Video: Typ-2-Diabetes - früher erkennen und vorbeugen (Länge: 1.44 Min)

© Diabetesinformationsdienst München / Helmholtz Zentrum München / Deutsches Zentrum für Diabetesforschung

 

 

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Blutfette und Blutdruck

Weil Adipositas häufig mit Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck einher geht (metabolisches Syndrom), sollten bei Menschen mit Übergewicht regelmäßige Kontrollen der Blutfette und des Blutdrucks durchgeführt werden. Liegen mehrere dieser kardiovaskulären Risikofaktoren vor, sind eventuell Untersuchungen des Herzens (zum Beispiel ein Belastungs-EKG, Echokardiographie) angezeigt, um zu prüfen, ob sich am Herzen bereits krankhafte Veränderungen nachweisen lassen. Das gilt natürlich besonders, wenn Übergewichtige an Herzbeschwerden leiden.
 

Ernährungsprotokoll

Diagnostisch ganz wichtig ist das Ernährungsprotokoll. Darin wird aufgeschrieben: Wann esse ich wieviel und warum? Gründe für eine Nahrungsaufnahme gibt es viele: Hunger, Genussessen, geselliges Essen, Stress, depressive Stimmung, Suchtverhalten, Heißhungerattacken, um einige zu nennen. Anhand des Ernährungstagebuchs kann man Probleme erkennen und gezielt eine Strategie entwickeln, um das individuelle Essverhalten zu verändern.

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

Letzte Aktualisierung:

29. November 2018

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