Zukünftige Eltern, die sich z. B. ungesund ernähren, erhöhen nicht nur das eigene Diabetesrisiko, sondern auch das ihrer Kinder. Stimmt das?

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In der Tat, Studien in Mäusen zeigen, dass ungesunde Ernährung wichtige Schaltstellen im Erbgut beeinflusst. Erste Studien am Menschen deuten in die gleiche Richtung. Sie steigern nicht nur das eigene Risiko für Übergewicht und Diabetes, sondern auch das ihrer zukünftigen Kinder. Das gilt für Väter und Mütter.

Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München haben festgestellt, dass sich die Lebensweise beider Elternteile auf den epigenetischen Code und auf die damit zusammenhängende Aktivierung von Genen auswirkt. Epigenetik ist ein Teilbereich der Genetik, der die Regulation und die Beeinflussung der Gene durch Umweltfaktoren untersucht. Diese Veränderungen werden bei der Zeugung über Samen und Eizellen an die nächste Generation vererbt. Da epigenetische Vererbung, anders als die genetische, prinzipiell reversibel ist, ist es besonders für werdende Eltern wichtig, auf das eigene Gewicht und den eigenen Stoffwechsel zu achten.

Quelle:

Telefonaktion des Deutschen Zentrum für Diabetesforschung, der Deutschen Diabetes Stiftung und dem Diabetesinformationsdienst des Helmholtz Zentrums München, Expertenantwort von: Professor Dr. med. Andreas Fritsche, Professor Dr. Dr. h.c. Martin Hrabé de Angelis, Professor Dr. med. Rüdiger Landgraf und Dr. med. Katharina Warncke

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Letzte Aktualisierung: 09.05.2019

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