Wann erfolgt bei Typ-2-Diabetes die Umstellung von Tabletten auf Insulinspritzen?

Insulin-Pen: wann wird Typ-2-Diabetes mit Insulin behandelt?
Bild: fotolia

Die Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 umfasst mehrere Schritte und wird individuell angepasst. Zur Therapiekontrolle wird regelmäßig der HbA1c, ein Langzeitwert des Zuckers im Blut, bestimmt.
Zunächst wird eine Ernährungsberatung durchgeführt und die Blutzuckerwerte regelmäßig gemessen. Liegen diese oberhalb der Normwerte, wird die Therapie mit Tabletten (sogenannte orale Antidiabetika) begonnen.

Die Auswahl des Präparats richtet sich nach individuellen Faktoren und Bedürfnissen des Patienten. Das am häufigsten eingesetzte Medikament ist Metformin. Die Tabletten haben erst nach einigen Therapiewochen ihre Wirkung erreicht. Daher wird der HbA1c erst nach drei bis sechs Monaten bestimmt. Werden darunter normwertige Langzeit-Blutzuckerwerte erreicht, wird die Therapie fortgeführt.

Ist mit einem oralen Antidiabetikum keine ausreichende Kontrolle der Blutzuckerwerte zu erreichen, wird eine Kombinationstherapie eingeleitet, d.h. es werden zwei oder drei verschiedene Wirkstoffe der oralen Antidiabetika zusammen eingenommen.

Sind die Langzeit-Blutzuckerwerte dramatisch hoch oder auch mit der Kombination mehrerer Tabletten weiterhin hoch, wird die Therapie mit Insulin begonnen. Typ-2 Diabetes mellitus ist eine fortschreitende Erkrankung. Daher kann sich der Therapiebedarf des Patienten ändern. Bei einer anfangs wirksamen Therapie mit Tabletten kann der Langzeit-Blutzuckerwert im Verlauf ansteigen.

Die Insulintherapie wird häufig zu den oralen Antidiabetika dazu verordnet. Sie besteht aus einem langwirksamen Insulin, das zu einem festen Tageszeitpunkt gespritzt wird und einem kurzwirksamen Insulin, das zu den Mahlzeiten gegeben wird. Außerdem gibt es Mischpräparate zur vereinfachten Anwendung.

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Letzte Aktualisierung: 09.05.2019

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