Warum sollten Diabetiker regelmäßig zur Augenuntersuchung gehen?

Augenuntersuchungen sollten bei Diabetikern regelmäßig erfolgen
Bild: fotolia

Diabetes mellitus kann die kleinsten Arterien in den Augen schädigen und schlimmstenfalls bis hin zur vollständigen Erblindung führen. In Relation zu Personen ohne Diabetes, ist diese Komplikation bei Menschen mit Diabetes in Deutschland vierfach höher. Die häufigsten Augenkrankheiten bei Diabetes sind die diabetische Retinopathie, eine Erkrankung der Netzhaut (Retina) und die Makulopathie, eine Schädigung des Bereichs schärfsten Sehens der Netzhaut (Makula). Untersuchungen zufolge weist nach 15 Jahren Diabetes die Mehrzahl der Personen mit Typ-1-Diabetes retinale Läsionen, abhängig von der dauerhaften Qualität der Blutzuckereinstellung, auf. Rauchen und insbesondere Bluthochdruck erhöhen für Menschen mit Diabetes das Risiko einer diabetischen Augenerkrankung.

Menschen mit Diabetes sollten daher einmal pro Jahr zur Augenuntersuchung gehen. Spätestens das Auftreten von Symptomen wie verschwommenes Sehen, eine plötzlichen Veränderung der Sehfähigkeit, Leseschwierigkeiten, gestörtes Farbensehen oder Rußregen vor den Augen sollten Anlass für einen Besuch beim Augenarzt sein.

Ein gut eingestellter Diabetes mellitus und die frühzeitige und regelmäßige Untersuchung beim Augenarzt kann vielen Personen mit Diabetes die Sehkraft erhalten.

Zurück zur Übersicht

Letzte Aktualisierung: 09.05.2019

Jump to top
Print