Während sich lange Zeit die Wirkstoffe gegen Diabetes mehr oder weniger auf drei Gruppen beschränkten (Insulin, Sulfonylharnstoffe, Metformin), kam mit der Wende ins 21. Jahrhundert eine Flut an neuen Substanzen und antidiabetischen Medikamentenklassen auf den Markt. Mit der steigenden Zahl und Vielfalt von Substanzen wurde auch die Therapie komplexer. Die Bedenken über mögliche Nebenwirkungen und die Unsicherheit über den Nutzen der neuen Wirkstoffe nahm zu.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in unserem Monatsschwerpunkt über "Neue Wirkstoffe".


Wirkstoffgruppen: Antidiabetika zur Behandlung von Typ-2-Diabetes lassen sich in verschiedene Hauptgruppen einordnen:


  • Insulin und Insulin-Analoga: Typ-1-Diabetiker müssen mit Insulin behandelt werden. Typ-2-Diabetiker, bei denen weder eine Ernährungsumstellung und körperliche Bewegung allein oder auch zusammen mit oralen Antidiabetika oder mit GLP-1-Analoga zum Erfolg führen, müssen ebenfalls Insulin anwenden. ...mehr dazu

Therapie nach Maß: Amerikanische und europäische Diabetologen forderten im vergangenen Sommer in einem gemeinsamen Positions-Papier, dass die medikamentöse Behandlung bei Diabetikern individualisiert und damit mehr auf die Bedürfnisse der einzelnen Patienten zugeschnitten werden sollte. …mehr dazu

Folgeerkrankungen mitbehandeln: Für die Nutzenbewertung eines Medikaments reicht es nicht aus, dass mit der Substanz der Blutzuckerspiegel gesenkt werden kann. Schätzungsweise 65 Prozent der Personen mit Diabetes versterben an Herz-Kreislauf-Komplikationen. Antidiabetische Substanzen sollten deshalb nicht nur Blutzucker- und HbA1c-Wert senken, sondern idealerweise auch Gefäßkomplikationen und das damit verbundene Sterberisiko reduzieren. ...mehr dazu

Zulassungsverfahren für neue Wirkstoffe im Blick haben: Wichtig für Patienten ist auch, über das Zulassungsverfahren neuer Medikamente Bescheid zu wissen. Während die Zulassungsbehörden (die amerikanische FDA und die europäische EMA) lediglich prüfen, ob die neue Substanz eine nachweisbare Wirkung hat (z.B. Senkung des Blutzuckers und des HbA1c), untersuchen Institutionen wie das britische NICE und das deutsche IQWiG, ob die neuen Medikamente den seit Jahren zugelassenen Präparaten überlegen sind, und ob die Krankenkassen den in der Regel erhöhten Preis dieser neuen Medikamente übernehmen sollen. Das führt immer wieder zu kontroversen Diskussionen wie z.B. bei der Nutzenbewertung von Linagliptin, einem DPP-4-Hemmer, berichtet wurde. ...mehr dazu

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