Frühe Diagnose

Diabetes ist keine Erkrankung, die von heute auf morgen akut ausbricht. Sowohl beim Typ-1- als auch beim Typ-2-Diabetes kündigt sich der Ausbruch schleichend an – oftmals leider unerkannt oder unbeobachtet. Eine Früherkennung des Diabetes ist aber enorm wichtig, um frühzeitig die individuell richtigen therapeutischen Schritte einleiten zu können. Woran erkennt man die Vorstufen des Diabetes? Dies ist bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes jeweils unterschiedlich:

Eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes ist die Insulinresistenz. Dabei ist die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin zunehmend eingeschränkt, das heißt insbesondere Muskel-, Leber und Fettzellen nehmen weniger Glukose auf. Zum Ausgleich dafür schüttet die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin aus, das dem erhöhten Blutzucker entgegenwirken soll. Der Zustand der eingeschränkten Insulinempfindlichkeit bzw. Insulinresistenz lässt sich bei der ärztlichen Untersuchung in Form eines erhöhten Nüchternblutzucker-Wertes in der Regel schon nachweisen. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer stoffwechselbezogener Anzeichen, die das Risiko erhöhen, an Typ-2-Diabetes zu erkranken: bauchbetontes Übergewicht, erhöhte Triglyzeridwerte (Blutfette), niedrige HDL-Cholesterinwerte – sie werden auch mit dem Begriff des Metabolischen Syndroms zusammengefasst.

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Kurz und einfach erklärt im Video: Typ-2-Diabetes - früher erkennen und vorbeugen (Länge: 1.44 Min)

© Diabetesinformationsdienst München / Helmholtz Zentrum München / Deutsches Zentrum für Diabetesforschung

 

 

Auch beim Typ-1-Diabetes entwickelt sich die Erkrankung meist über viele Monate und Jahre sozusagen im Verborgenen – allerdings ohne dass sie bei der ärztlichen Routineuntersuchung erkannt wird. Doch es gibt eine Reihe von diagnostischen Markern, die den beginnenden oder bereits bestehenden Autoimmunprozess feststellen können. Bei diesen Markern handelt es sich um bestimmte Autoantikörper, die sich im Blut anhand feinerer Untersuchungsmethoden nachweisen lassen. Ihr Nachweis ist zwar nicht zwangsläufig mit einer Erkrankung verbunden, das individuelle Risiko erhöht sich jedoch, sobald mehrere dieser Autoantikörper vorhanden sind.

TYP-1-DIABETES:

Zellen

Frühe Diagnose: Die Angriffe des Immunsystems gegen die insulinproduzierenden Betazellen können Monate bis Jahre andauern, ohne dass dies in der ärztlichen Routineuntersuchung bemerkt wird. …weiter

Labor

Frühe Diagnose bei Kindern: Zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes im Kleinkindalter wurde 2014 die bayernweite Fr1da-Studie ins Leben gerufen. …weiter

Frühe Diagnose Typ-1-Diabetes - Inselzellen der Bauchspeicheldrüse (Bild: Przemeck)

Forschung: Diagnose vor und nach Inselautoimmunität: Zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes im Kleinkindalter wurde 2014 die bayernweite Fr1da-Studie ins Leben gerufen. …weiter

Zuckerwürfel (Fotolia)

Erste Symptome: Die Überzuckerung kann zu Beginn der Erkrankung akut zu schweren Stoffwechselentgleisungen führen und den Fettstoffwechsel negativ beeinflussen. Folgende Symptome treten beim Typ-1-Diabetes auf: …weiter

DNA-Strang (Bild: fotolia)

Risikofaktoren für Typ-1-Diabetes: Das Wissen um Risikofaktoren ist für das Krankheitsverständnis wichtig. Bekannte Risikofaktoren könnte man möglicherweise so beeinflussen, dass die Erkrankung verhindert oder verzögert wird. ...weiter

TYP-2-DIABETES

Herzuntersuchung

Risikofaktor Metabolisches Syndrom: Der Begriff „metabolisches Syndrom“ steht für das gleichzeitige Auftreten mehrerer stoffwechselrelevanter Größen, von denen jede für sich bereits ein Risikofaktor für Gefäß- und Herzerkrankungen ist. …weiter

Zellen

Insulinresistenz: Als Vorläufer von Typ-2-Diabetes ist die Insulinresistenz – neben einer gestörten Insulinsekretion und einer vermehrten Zuckerfreisetzung in der Leber – der Motor, der die Erkrankung immer weiter vorantreibt. ….weiter

Symptom (Fotolia)

Erste Symptome: Bei vielen Patienten bleibt eine Typ-2-Diabeteserkrankung lange Zeit unerkannt, denn die Symptome sind oft unspezifisch. Erschwerend kommt hinzu, dass die Krankheitssymptome bei älteren Menschen häufig als altersbedingt verkannt werden. … weiter

Bluttest

Diagnose: Die frühzeitige Diagnose eines gestörten Zuckerstoffwechsels ist mit Hilfe des oralen Glukose-Toleranztests (OGTT) möglich. Häufig wird aber aus Kostengründen nur der „Nüchternzucker" gemessen. …weiter

Blutzuckertest (Fotolia)

Frühe Stadien erkennen: In verschiedenen Studien suchen Wissenschaftler nach neuen Faktoren, um  frühe Stadien von Typ-2-Diabetes zu identifizieren. …weiter


Weiterführende Informationen: Literatur, Adressen und mehr …weiter


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