Etwa 20 bis 25 Prozent aller Diabetiker sind im Laufe ihrer Erkrankung von depressiven Verstimmungen und Depression betroffen, Diabetes stellt eine einschneidende Veränderung des Lebens und des Alltags dar. Außerdem werden chronische Erkrankungen von Patienten häufig als eine Bedrohung wahrgenommen, die Stress und Ängste auslöst.
Umgekehrt besteht für Menschen mit Depression ein erhöhtes Risiko, an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. Gründe hierfür sind nach aktuellem wissenschaftlichen Stand vor allem eine Beeinflussung psycho-biologischer Signalwege, beispielsweise über Stresshormone.

Der Zusammenhang von Diabetes und psychischer Belastung ist seit geraumer Zeit bekannt und dennoch ein häufig unterschätztes oder unerkanntes Problem. Denn depressive Diabetiker haben häufig einen schlecht eingestellten Blutzucker. Dies liegt zum einen an einem veränderten Stoffwechsel durch psychischen Stress, zum anderen an geringerer Motivation und Aktivität depressiver Patienten, ihre Therapiemaßnahmen umzusetzen. Durch einen schlecht eingestellten Diabetes ist auch das Risiko für Folgeerkrankungen erhöht.

Lesen Sie mehr zu Diabetes und psychischer Belastung in unserem Monatsschwerpunkt.


Statue mit gesenktem Kopf
Bild: fotolia

Diabetes und Depression: Depression ist eine häufige Begleiterkrankung bei Diabetikern. Die Belastung durch die chronische Erkrankung und auch das Zusammenspiel von Psyche und Stoffwechsel sind dabei von Bedeutung. …weiter

Raucher mit Zigarette in der Hand
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Diabetes und Angst-/Suchterkrankungen: Vor allem Ängste vor Folgeerkrankungen und Komplikationen wie Unterzuckerung spielen bei Diabetikern eine Rolle. Aber auch spezifische Ängste treten auf. Suchterkrankungen kommen bei Diabetikern nicht häufiger vor als in der nicht-diabetischen Bevölkerung, können aber negative Auswirkungen auf Blutzucker und diabetische Folgeerkrankungen haben. ...weiter

Pillen, Spritzen, chemische Strukturformel
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Psychopharmaka für Diabetiker: Psychopharmaka können Stoffwechsel und Blutzucker beeinflussen, daher sind engmaschige Kontrollen sinnvoll. Große Bedeutung in der Behandlung von Depressionen bei Diabetikern kommt auch den kognitiven Verhaltenstherapien zu. ...weiter

Reagenzgläser mit Probenflüssigkeit gefüllt
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Forschung im Bereich Diabetes und Psychische Belastung: Das Auftreten psychischer Begleiterkrankungen gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie wesentlich die Lebensqualität der Patienten und die Therapietreue beeinflussen. Somit rückt die Psyche in den Fokus der Experten, sowohl in der klinischen Patientenversorgung, als auch im Bereich der Forschung. …weiter

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Weitere Informationen: hier finden Sie eine hilfreiche Linksammlung sowie Kontaktadressen zu den Themen Diabetes und psychische Belastung. ...weiter

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