Diabetische Retinopathie

Augenuntersuchung macht Netzhauterkrankung früh sichtbar

23. Apr 2019

Deutschlands größte Gesundheitsstudie (NAKO) führt unter anderem eine Augenuntersuchung durch. Ziel der Untersuchung ist es, die Zusammenhänge zwischen Veränderungen der Netzhaut und einer Reihe von Volkskrankheiten wie Diabetes besser zu verstehen.

Augenuntersuchung

© Kalinovsky Dmitry / Fotolia

200.000 Menschen machen mittlerweile bei der großen Bevölkerungsstudie NAKO (Nationale Kohorte) mit. Sie lassen sich regelmäßig untersuchen und helfen so, die Entstehung großer Volkskrankheiten wie Diabetes besser erforschen zu können.

Im Rahmen der Augenuntersuchung werden bei den Teilnehmenden innerhalb von 10-15 Minuten an beiden Augen die Sehschärfe getestet und der zentrale Augenhintergrund fotografiert. Anschließend werden die Bilder auf Auffälligkeiten hin untersucht.

Netzhautfotografien weisen auf bestimmte Augenerkrankungen hin

Durch diese spezielle Untersuchung können Augenerkrankungen des zentralen hinteren Augenabschnittes erfasst werden, wie beispielsweise die diabetische Retinopathie. Sie ist eine Netzhauterkrankung des Auges, die bei Diabetes auftritt. Durch die erhöhten Blutzuckerwerte werden auf Dauer die Blutgefäße der Netzhaut geschädigt oder zerstört.

Die Netzhautfotografien können auch diese Gefäßveränderungen sichtbar machen. Veränderungen am Augenhintergrund können langsam fortschreiten, ohne dass sie bemerkt werden. Erste Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass diese Veränderungen frühe Marker für Diabetes und Schlaganfallrisiko sein können.

Eine Folgeuntersuchung nach etwa 4 Jahren ermöglicht es, den Verlauf dieser langsam fortschreitenden Veränderungen zu erfassen. So könnten bei Menschen mit Diabetes Auffälligkeiten relativ früh erkannt werden. Ferner könne auch untersucht werden, welche Parameter das Risiko für eine diabetesbedingte Netzhauterkrankung erhöhen.

Darüber hinaus lassen erste Studien vermuten, dass Gefäßveränderungen des Augenhintergrundes späteren alters- und krankheitsbedingten Gefäßveränderungen im Gehirn vorausgehen können. Dies soll anhand der Daten der NAKO untersucht werden. Wenn sich das bestätigt, ließe sich durch eine Augenuntersuchung das Risiko für Gefäßerkrankungen des Gehirns, beispielsweise dem Schlaganfall, besser vorhersagen.

Quelle:

NAKO Gesundheitsstudie: Die Rolle der Augenuntersuchung für die NAKO Gesundheitsstudie. Pressemitteilung vom 11.04.2019


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