Typ-2-Diabetes: Therapien

Wie wird Typ-2-Diabetes behandelt?

Für jeden Menschen mit Diabetes ist die sogenannte Basistherapie angezeigt. Hierzu gehören:

  • strukturierte Schulung
  • körperliche Bewegung
  • gesunde Ernährung
  • verbesserte Stressbewältigung
  • Gewichtsabnahme oder zumindest Gewicht halten

Erstes Ziel ist es, den Blutzuckerspiegel vor allem durch Lebensstiländerungen zu senken. Im Vordergrund steht der Abbau von Übergewicht durch fettarme, ballaststoffreiche Ernährung und vermehrte körperliche Aktivität. Ratsam ist z.B. auch die Teilnahme an Diabetiker-Sportgruppen oder der Besuch spezieller Sportkurse für Diabetiker in Fitnessstudios.

Ziel der Ernährungstherapie ist es, bei Übergewicht das Körpergewicht zu normalisieren. Dies ist jedoch häufig extrem schwierig. Es sollte jedoch versucht werden, das Körpergewicht um fünf bis zehn Prozent zu senken.

GUT ZU WISSEN

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlicht evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen zur Behandlung und Prävention von Diabetes mellitus (pdf).

Nicht nur Übergewicht, auch Fettsäuren beeinflussen die Insulinempfindlichkeit: Sie verbessert sich durch den Verzehr von einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln, z. B. Pflanzenölen enthalten sind.

  • Frittierte Produkte,
  • Backwaren aus Blätterteig und
  • Fertigprodukte

sind reich an trans-Fettsäuren. Sie erhöhen das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und koronare Herzkrankheiten und sollten nur sehr selten verzehrt werden.

Zum Verzehr spezieller Diabetikerlebensmittel wird nicht mehr geraten. Auch in den Nationalen VersorgungsLeitlinien zur Therapie des Typ-2-Diabetes finden sich entsprechende Ernährungsempfehlungen.

Typ-2-Diabetes: Medikamente

Erst wenn es über gesteigerte körperliche Aktivität und gesündere Ernährung während mehrerer Monate (max. 3 bis 6 Monate) nicht gelingt, die Blutzuckerwerte durch Lebensstiländerungen zu verringern, kommen Diabetes-Medikamente zum Einsatz. Es stehen mehrere Medikamente für die Therapie des Typ-2-Diabetes zur Verfügung. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnden Arzt wählt das Medikament gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten aus. Dabei sollten Patientenpräferenzen erfragt und berücksichtigt werden.

Dieses Vorgehen ist jedoch nur dann angezeigt, wenn die Blutzuckerwerte des Patienten nicht zu hoch sind (<200 mg/dl = 11,1 mmol/l). Sind die Blutzuckerwerte deutlich höher und lassen sich diese nicht innerhalb weniger Tage durch die Basistherapie senken, ist eine sofortige medikamentöse Therapie notwendig - gegebenenfalls anfänglich sogar mit Insulin.


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21. Juni 2018

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