Symptome von Diabetes

Ist ein Diabetes mellitus erst einmal erkannt, können Arzt und Patient nach Wegen suchen, den Stoffwechsel optimal einzustellen. Je früher das geschieht, umso besser lassen sich mögliche Folgekomplikationen vermeiden. Doch woran erkennt man Diabetes und wie kündigen sich beispielsweise akute Fälle von Über- oder Unterzucker an?

Übergewichtiger Mensch

Symptome von Überzucker: Da bei Diabetes die Wirkung von Insulin beeinträchtigt ist (Typ-2) oder das Hormon gar nicht mehr produziert wird (Typ-1) reichert sich ohne Gegenmaßnahmen der mit der Nahrung aufgenommene Zucker im Blut an und es kommt zu einem Überzucker. Warnzeichen dafür sind allgemein starkes Wasserlassen und entsprechend großer Durst. Die Veränderung des Stoffwechsels kann auch zu einer Gewichtsabnahme, Müdigkeit und allgemeinen Leistungseinbußen führen. Begleitet werden diese Symptome zum Teil auch von Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Zudem können Neigungen zu Infektionen, schlecht heilenden Wunden, Wadenkrämpfen, Sehstörungen und Juckreiz auftreten.

Gerade zu Beginn eines Typ-2-Diabetes sind die Symptome aber nicht sehr ausgeprägt und werden leicht fehlgedeutet. Deshalb wird er häufig erst nach jahrelangem Verlauf und eher zufällig entdeckt. Trotzdem können zu diesem Zeitpunkt bereits Folgeschäden an Herz, Nieren, Augen und Nerven entstanden sein.

Symptome bei einer Ketoazidose: Typ-1-Diabetes macht sich häufig bereits im Kindes- oder Jugendalter durch eine Stoffwechselentgleisung bemerkbar. Der Fachmann spricht von einer diabetischen Ketoazidose. Neben den oben genannten Symptomen kann auch ein Acetongeruch in der Atemluft auffällig sein. Der charakteristische Geruch nach Nagellackentferner oder Obst entsteht durch Stoffwechselprodukte, die der Körper beim  Abbau von Fetten freisetzt, um Energie zu gewinnen. Da die Glukose ohne Insulin nicht in die Zellen gelangen kann, müssen alternative Stoffwechselwege genutzt werden. Zudem wird die Atmung der Patienten stimuliert, um das durch Übersäuerung vermehrt entstehende Kohlendioxid (CO2) abzuatmen.

Symptome bei Unterzucker: Von einer Unterzuckerung (auch Hypoglykämie oder einfach Hypo) spricht man, wenn der Blutzuckerspiegel auf Werte unter 50 mg/dl sinkt. Das kann verschiedene Ursachen haben, etwa die Überdosierung von Insulin oder eine zu niedrige Energiezufuhr, beispielsweise während des Sports. Unterzuckerungen können sich durch Symptome wie Schwitzen, Zittern, Herzklopfen, Hunger- und Angstgefühle bemerkbar machen. Auch Konzentrations- und Sehstörungen, Schwindel sowie beeinträchtigte Feinmotorik können Ausdruck einer mangelhaften Energieversorgung des Gehirns sein. Fällt die Blutzucker-Konzentration unter 30 mg/dl, können zusätzlich Krämpfe und Bewusstlosigkeit auftreten.

Symptome von Folgeerkrankungen: Neben den akuten Entgleisungen des Stoffwechsels sollten Menschen mit Diabetes auch immer auf die Anzeichen von Folgeerkrankungen achten. Schädigungen der großen und kleinen Gefäße können sich auf viele Organsysteme auswirken. Typisch sind unter anderem Augenschäden, die sich durch vermindertes Sehvermögen bemerkbar machen. Eine weitere schwerwiegende Begleiterkrankung ist das diabetische Fußsyndrom, das sich durch eine verminderte Sensibilität der Nerven ankündigt. Werden die ohnehin schlechter  heilenden Wunden spät wahrgenommen, können sie chronisch werden oder zu Wundbrand führen.

Auch sexuelle Funktionsstörungen können bei Menschen mit Diabetes auftreten. Je länger der Diabetes besteht, und je fortgeschrittener die Folgeschäden an Nerven und Gefäßen sind, desto größer sind die Auswirkungen auf die sexuelle Erregbarkeit und das Lustempfinden.

Ermittlung des Taillenumfangs

Generell gilt: je länger ein Diabetes gut eingestellt ist, desto unwahrscheinlicher und weniger ausgeprägt sind die zu erwartenden Symptome und Folgeerkrankungen.

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