Rund 300.000 Menschen in Deutschland sind an Typ-1-Diabetes erkrankt, darunter auch rund 25.000 Kinder und Jugendliche. Damit ist Diabetes mellitus die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter in Deutschland. Verglichen mit altersgleichen nichtdiabetischen Kindern sind der allgemeine Gesundheitszustand und die Lebensqualität von Kindern mit Typ-1-Diabetes nicht eingeschränkt. Davon zeugen nicht wenige diabetische Athleten, die es zu Weltmeistern und Olympiasiegern gebracht haben. Dennoch fordert das Leben mit Diabetes Eltern und Kindern ein hohes Maß an Disziplin und Selbstmanagement ab. 

Lesen Sie im neuen Themenschwerpunkt mehr über frühe Diagnose, Therapie und das Leben der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes. 

Krankheitsmechanismen: Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes können kein Insulin mehr produzieren und benötigen daher ihr Leben lang das Hormon Insulin. Bei der Entstehung des Typ-1-Diabetes wird in einem komplexen Zusammenspiel von ererbter Veranlagung und bislang noch weitgehend unbekannten Umwelteinflüssen ein Prozess in Gang gesetzt, der über mehrere Monate oder Jahre zur Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse führt. Gegenwärtig wird in mehreren Studien intensiv daran geforscht, diesen Immunprozess zu stoppen. ...weiter

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Diagnose: Typische Symptome eines Typ-1-Diabetes sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und Gewichtsabnahme. Bei Verdacht auf Typ-1-Diabetes sollten Kinder umgehend vom Arzt untersucht und von dort gegebenenfalls stationär in eine auf Diabetes bei Kindern spezialisierte Klinik überwiesen werden. Im Falle eines Diabetes sind die Blutzuckerwerte dann meist deutlich erhöht (über 200 mg/dl [11,1 mmol/l]). Die Diabetesdiagnose ist für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern ein gravierendes Ereignis und bringt umfassende Veränderungen im Alltag einer Familie mit sich. ...weiter

Insulintherapie

Therapie: Ob sich aus dem Diabetes Langzeit-Komplikationen im späteren Erwachsenenalter ergeben, hängt von der Qualität der Blutzuckereinstellung ab. Eine sachgerechte Behandlung kann bei Kindern und Jugendlichen die spätere Erkrankungsrate sowohl an akuten Komplikationen (z.B. Unterzuckerungen) als auch Langzeitschäden (Augen-, Nieren-, Herz-Kreislauf-Komplikationen) verringern. Die Standardtherapie ist die intensivierte Insulintherapie mit Basalinsulin und mahlzeitenabhängigen Bolus-Insulin-Injektionen. Zunehmend beliebt ist bei Kleinkindern und Jugendlichen auch die Behandlung mit einer Insulinpumpe, die dem Körper kontinuierlich das notwendige Hormon zuführt. Die Pumpenbehandlung ist relativ einfach durchzuführen, sie ist bei dafür in Frage kommenden Kindern sicher und effizient und erhöht deutlich die Lebensqualität. ...weiter

Ernährungsberatung und Schulung, auch in Bezug auf körperliche Aktivitäten, sind für Kinder und Jugendliche essenzieller Bestandteil der Diabetestherapie. Ergänzt wird dies sinnvollerweise durch die Schulung von Erziehern und Lehrern. Bewährt haben sich Kindergarten- und Schulbesuche durch Diabetesberaterinnen. ...weiter

Labor

Forschung: Wie lässt sich Typ-1-Diabetes möglichst früh, vor Ausbruch der Erkrankung, diagnostizieren? Welche Umweltfaktoren spielen für die Entstehung eine Rolle? Wie könnte eine Impfung funktionieren? Was bewirkt eine Transfusion von Nabelschnurblut? Welchen Einfluss nimmt die Pubertät? Diese und viele andere Fragen stehen im Mittelpunkt aktueller Forschung zu Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen. ...weiter

Fragebogen

Klinische Studien: Erkenntnisse zu neuen Behandlungsmöglichkeiten von Diabetes bei Kindern und Jugendlichen werden zunächst in der Grundlagenforschung gewonnen. Von dort sollen sie möglichst schnell und direkt dem Menschen zugute kommen. Auf dem Weg dorthin sind klinische Studien ein wichtiger und unverzichtbarer Schritt. Dafür ist die Wissenschaft auf die Hilfe von Patienten angewiesen. Vielleicht haben Sie und/oder Ihr Sohn/IhreTochter Interesse, sich an einer klinischen Studien zu beteiligen? ...weiter

Info-Button

Weiterführende Informationen: Hier finden Sie Adressen, Broschüren und vieles mehr an Hintergrundinformation zum Thema ...weiter

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