Diabetesprävention

Niedrige Testosteron-Spiegel erhöhen das Diabetesrisiko

06. Sep 2016

Eine zu geringe Menge des Sexualhormons Testosteron kann bei Männern das Risiko erhöhen, später an Diabetes zu erkranken. Dieser Zusammenhang zeigte sich bei Frauen nicht. Zu diesen Ergebnissen kommt eine deutsch-finnische Bevölkerungsstudie, die auf dem Europäischen Kardiologiekongress (ESC) Ende August in Rom vorgestellt wurde.

Diabetesprävention: Niedrigere Testosteron-Spiegel erhöhen das Diabetesrisiko

© makaule / Fotolia.com

Bereits in früheren Studien konnte gezeigt werden, dass ein niedriger Spiegel des männlichen Sexualhormons verschiedene Symptome wie eine Abnahme der Knochendichte (Osteoporose) oder Depressionen fördern kann. Nicht unumstritten ist aber auch, dass eine Testosteron-Therapie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen möglicherweise erhöht.

Das Team um Mahir Karakas vom Universitären Herzzentrum Hamburg analysierte in Kooperation mit dem Nationalen Institut für Gesundheit und Wohlfahrt in Helsinki die Testosteron-Werte von 3.810 Männern und 3.896 Frauen, die an der finnischen Langzeitstudie FINRISK teilgenommen hatten. Bei 7,8 Prozent aller Untersuchten zeigte sich nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 13,8 Jahren ein Diabetes mellitus. Zu Studienbeginn lagen die Testosteronwerte bei den männlichen Studienteilnehmern im Schnitt bei 17,12 nmol/L. Bei den Personen, die später Diabetes entwickelten, waren die Werte mit 15,61 nmol/L deutlich niedriger. Bei Frauen gab es mit Testosteron-Werten von 1,15 bzw. 1,15 nmol/L diesbezüglich keinen Unterschied.

Neben Testosteron als Auslöser für die Stoffwechselstörung Diabetes spielen aber auch genetische Ursachen eine Rolle. Außerdem sind Risikofaktoren wie bestimmte Umweltfaktoren, frühe Infektionen, starkes Übergewicht oder Bewegungsmangel an der Krankheitsentstehung beteiligt.

Quelle:

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK): Männer mit niedrigen Testosteron-Werten haben ein höheres Diabetes-Risiko. Pressemitteilung vom 30. August 2016 


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