Autoimmunerkrankungen

Gesammeltes Wissen über Zöliakie

28. Dez 2018

Zöliakie betrifft in Europa ungefähr ein Prozent der Bevölkerung – Menschen mit Typ-1-Diabetes jedoch häufiger: fünf bis neun Prozent von ihnen leiden zusätzlich unter der Autoimmunerkrankung Zöliakie. Das Informationsportal www.zoeliakie-verstehen.de bietet ein Lernprogramm und umfassende, verständliche Informationen über die Unverträglichkeit gegenüber dem Getreideeiweiß Gluten.

Zöliakie - Weizenunverträglichkeit

© J. Mühlbauer / Fotolia

Die Symptome sind häufig unspezifisch und können vielfältig sein: Verdauungsbeschwerden, chronische Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen, um nur einige zu nennen. Nicht immer denken Ärzte oder Betroffene dabei gleich an eine Autoimmunerkrankung als Ursache. Zöliakie kommt jedoch häufiger vor als früher angenommen: Laut einer Studie zur Kindergesundheit des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist in Europa circa ein Prozent der Kinder und Jugendlichen betroffen.

Auslöser ist eine Unverträglichkeit gegenüber dem Getreideeiweiß Gluten (auch Kleber-Eiweiß genannt). Gluten findet sich vor allem in Weizen (einschließlich Dinkel, Grünkern, Einkorn, Emmer, Kamut), aber auch in Roggen und Gerste.

Zöliakie – Gluten-Unverträglichkeit: Valide Informationen im Internet

Im Rahmen eines europäischen Projektes hat nun die Stiftung Kindergesundheit gemeinsam mit dem Dr. von Haunerschen Kinderspital in München das Internetportal www.zoeliakie-verstehen.de ins Leben gerufen. Ziel ist, seriöses und verständliches Wissen über die Erkrankung für Betroffene und Angehörige zu vermitteln. Geplant ist ein weiterer Kurs für Ärzte und Gesundheitspersonal, sowie eine Übersetzung in zahlreiche europäische Sprachen.

Das Programm ist kostenlos und werbefrei, eine Registrierung ist nicht notwendig.

Quellen:

Stiftung Kindergesundheit: Was Eltern über Zöliakie wissen sollten. Newsletter Ausgabe November 2018; www.zoeliakie-verstehen.de

Laass, M.W. et al.: The prevalence of celiac disease in children and adolescents in Germany - results from the KiGGS study. In: Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 553–60. DOI: 10.3238/arztebl.2015.0553


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