Vitamin-D-Mangel kann zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen

18. Okt 2013

Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) und Präeklampsie von werdenden Müttern und kann bei Neugeborenen zu einem niedrigen Geburtsgewicht führen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der University of Calgary in Kanada.

Ultraschallbild

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Vitamin D wird größtenteils in der Haut mit Hilfe von Sonnenstrahlung gebildet. Der Rest gelangt über die Nahrung in den Körper. Die Unterversorgung mit Vitamin D führt zu einer Vielzahl an gesundheitlichen Beeinträchtigungen und wird zunehmend als Problem für das Gesundheitssystem angesehen.

Die systematische Prüfung und Metaanalyse von 31 Studien, die zwischen 1980 bis 2012 veröffentlicht wurden, ergab einen Zusammenhang zwischen einer Unterversorgung mit Vitamin D in der Schwangerschaft und dem Auftreten von Schwangerschaftskomplikationen. Demzufolge erhöht ein Mangel das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie. Als Präeklampsie wird das Auftreten von hohem Blutdruck (Hypertonie), vermehrtem Ausscheiden von Eiweiß über den Harn (Proteinurie) und Einlagerung von Flüssigkeit im Gewebe während der Schwangerschaft bezeichnet. Beim Neugeborenen könnte eine Unterversorgung mit Vitamin D das Geburtsgewicht beeinflussen. Zudem hatten die Betroffenen ein höheres Risiko für eine bakterielle Vaginose (Infektion der Scheide mit Bakterien).

Laut Aussage der Wissenschaftler sind weitere Untersuchungen erforderlich, um die Effektivität von Maßnahmen zur Verbesserung des Vitamin D Spiegels von Schwangeren (u.a. durch Vitamin D-haltige Präparate) zu beurteilen.

Quelle:
Aghajafari, F. et al.: Association between maternal serum 25-hydroxyvitamin D level and pregnancy and neonatal outcomes: systematic review and meta-analysis of observational studies. BMJ, 2013; 346 (mar26 4): f1169 DOI: 10.1136/bmj.f1169


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