Diabetes vor der Schwangerschaft erhöht Infektionsrisiko der Mutter

29. Okt 2013

Schwangere Frauen mit Diabetes haben ein dreimal höheres Risiko, sich im Krankenhaus mit dem gefährlichen MRSA-Bakterium (Methicilin-resistenter Staphylococcus aureus) zu infizieren. Dies belegt eine Studie amerikanischer Wissenschaftler, die kürzlich im Fachmagazin `American Journal of Infection Control´ veröffentlicht wurde.

Mutter mit Neugeborenem

© Kati Molin - Fotolia.com

Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Menschen mit Diabetes anfälliger für Infektionskrankheiten sind. In welchem Ausmaß eine Diabeteserkrankung vor oder während der Schwangerschaft mit MRSA-Infektionen zusammenhängt, war bisher nicht hinreichend erforscht. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft an Diabetes litten, nach der Entbindung ein höheres Risiko für eine Infektion mit dem Krankenhauskeim MRSA haben. Ein Zusammenhang zwischen MRSA und Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) konnte hingegen nicht nachgewiesen werden.

Die Forscher analysierten die Daten von über 3,5 Millionen Krankenhauseinweisungen auf Grund einer Entbindung. Mehr als fünf Prozent der Frauen entwickelten im Laufe der Schwangerschaft einen Diabetes, während etwa ein Prozent der Teilnehmerinnen (28.939 Frauen) bereits vor der Schwangerschaft an Diabetes erkrankt waren. Insgesamt ermittelten die Forscher 563 Fälle von MRSA-Infektionen unter den Müttern.

 

Quelle:
Parriott, A. M. et al.: Diabetes and early postpartum methicillin-resistant Staphylococcus aureus infection in US hospitals. In: American Journal of Infection Control, 2013; 41 (7): 576 DOI: 10.1016/j.ajic.2012.10.011


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