Ernährung

Plädoyer für Vollkorn-Produkte

02. Okt 2018

Im Vergleich zu Backwaren aus weißem Mehl enthalten Vollkorn-Produkte viele Ballaststoffe. Der Verzehr dieser Ballaststoffe reduziert das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Ob Roggen-, Hafer-, Weizen-Vollkornbrot oder Vollkorn-Müsli verzehrt wird, spielt dabei keine Rolle – aber die Menge ist entscheidend. Zu diesem Schluss kommt eine skandinavische Studie mit 55.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Vollkorn-Müsli mit Früchten

© nadianb / Fotolia

Wenn es um den Nutzen von Vollkorn-Nahrungsmitteln zur Diabetes-Vorbeugung geht, wurden in bisherigen – vorwiegend nordamerikanischen – Studien meist Weizen-Produkte untersucht, da diese in den USA am häufigsten verzehrt werden. Ein Forscherteam aus Dänemark und Schweden wollte nun herausfinden, ob die positiven Effekte auch durch andere Getreidesorten erzielt werden können, und welche Mengen dazu verzehrt werden müssen. Die Getreidesorten enthalten unterschiedliche Arten von Ballaststoffen und bioaktiven Substanzen. 

Diabetes-Prävention: Weißmehl- durch Vollkorn-Produkte ersetzen

An der Studie nahmen 55.000 Personen im Alter von 55 bis 65 Jahren teil. Entsprechend der Menge der täglich verzehrten Vollkorn-Produkte wurden die  Probanden in vier Gruppen eingeteilt. Die höchste Menge lag dabei bei 50 Gramm Vollkorn, das entspricht circa einer Scheibe Roggenvollkornbrot oder einer Portion Porridge (dem Haferbrei, der in Großbritannien häufig zum Frühstück verzehrt wird; in USA wird er Oatmeal genannt).

  • Es zeigte sich, dass die Art des Vollkorn-Produktes keine Rolle spielte für die Diabetes-Vorbeugung. Roggen- oder Weizenvollkornbrot, Haferbrei (Porridge, Oatmeal) oder Müsli zeigten die gleichen Effekte.
  • Die Menge ist dagegen ausschlaggebend: Im Verlauf von 15 Jahren entwickelten in der Gruppe mit dem höchsten Vollkorn-Verzehr die wenigsten Probanden Typ-2-Diabetes.

Will man das persönliche Diabetes-Risiko durch gesunde Ernährung verringern, sei der Verzehr von Vollkorn-Produkten am wirksamsten – verglichen mit anderen Nahrungsmitteln, so die Autoren. Ähnlich wirksam zur Diabetesprävention seien Kaffeetrinken und der Verzicht auf rotes Fleisch. Eine „Low-Carb-Diät“ sei nicht generell zu empfehlen, wenn dabei auf ballaststoffreiche Kohlenhydrate wie in Vollkornbrot verzichtet wird.

In die gängigen Tests zur Feststellung des persönlichen Typ-2-Diabetes-Risikos ist die Erkenntnis, dass Vollkorn vor Typ-2-Diabetes schützt, bereit eingeflossen: die Tests enthalten jeweils eine Abfrage zur Menge an verzehrten Vollkornprodukten:

Deutscher Diabetes-Risiko-Test ® des DIfE

FINDRISK

 

Quellen:

Kyrø, C., et al.: Higher Whole-Grain Intake Is Associated with Lower Risk of Type 2 Diabetes among Middle-Aged Men and Women: The Danish Diet, Cancer, and Health Cohort. In: The Journal of Nutrition, 2018, Volume 148, Issue 9, Pages 1434–1444

Chalmers University of Technology, Göteborg, Schweden: Wholegrains important for preventing type 2 diabetes, Pressemitteilung vom 05. September 2018 (letzter Abruf 01.10.2018) 


zum Seitenanfang
Druckversion

Wir verwenden Cookies um Ihnen den Besuch der Webseite so angenehm wie möglich zu machen. Wir benötigen Cookies um die Dienste ständig zu verbessern, bestimmte Features zu ermöglichen und wenn wir Dienste bzw. Inhalte Dritter einbetten, wie beispielsweise den Videoplayer. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Wir verwenden unterschiedliche Arten von Cookies. Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Cookie-Einstellungen zu personalisieren:

Es werden nur Cookies zugelassen, die für die grundlegende Funktionalität unserer Webseiten benötigt werden.
Es werden auch Cookies zugelassen, die uns ermöglichen, Seitenzugriffe und Nutzerverhalten auf unseren Webseiten zu analysieren. Diese Informationen verwenden wir ausschließlich dazu, unseren Service zu optimieren.
Es werden auch Inhalte und Cookies von Drittanbietern zugelassen. Mit dieser Einstellung können Sie unser komplettes Webangebot nutzen (z.B. das Abspielen von Videos).
In unserer Datenschutzerklärung finden Sie weitere Informationen.

Dort können Sie Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit ändern.