Patiententag Diabetes – rund 120 Teilnehmer kamen nach Tübingen

26. Sep 2017

In Kooperation mit dem Universitätsklinikum Tübingen fand der diesjährige Patiententag des Diabetesinformationsdienstes am 23. September in Tübingen statt. Rund 120 Betroffene und Interessierte folgten der Einladung, um sich ausführlich über aktuelle Forschungsansätze zu den Krankheitsbildern Typ-1- und Typ-2-Diabetes zu informieren. Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich sehr beeindruckt von dem aktuellen und umfassenden Programm und lobten vor allem den hohen Informationsgehalt und die Möglichkeit, Antworten auf persönliche Fragen zu erhalten.

© Erich Keppler/Pixelio.de

Hochkarätige Wissenschaftler und Ärzte der Kinderklinik und der Medizinischen Klinik IV (Diabetologie) des Universitätsklinikums Tübingen präsentierten in Kurzvorträgen aktuelle Informationen und Forschungsergebnisse rund um das Thema Diabetes mellitus und widmeten sich den Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 

Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Typ-1-Diabetes. Prof. Andreas Neu schilderte die ganze Bandbreite – vom Erkennen der ersten Symptome über die Behandlung von Klein- und Schulkindern bis hin zu den Herausforderungen für die ganze Familie, die die Pubertät mit sich bringt.

Der Markt an Insulinen, Pumpen, Messgeräten und anderen Hilfsmitteln ist groß und gerade für neu diagnostizierte Patienten nicht einfach zu durchschauen. Licht ins Dunkel brachte Prof. Andreas Fritsche. Er endete mit einem Ausblick über smarte Insuline der Zukunft, mit denen die Insulinbehandlung noch sicherer und einfacher werden soll – bis dahin ist jedoch noch einige Forschung notwendig.

Jeden Tag den Berg neu besteigen – Motivation für den Alltag

Typ-2-Diabetes stand dann nach der ersten Pause im Mittelpunkt des Patiententags. Lebensstil-Veränderungen, bessere Ernährung und mehr Bewegung  - häufig kann damit ein ausgeprägter Diabetes verhindert werden, wenn man die Anzeichen eines Prädiabetes rechtzeitig erkennt, so Prof. Norbert Stefan vom Universitätsklinikum Tübingen. Prof. Baptist Gallwitz setzte hier an und stellte den Menschen in den Fokus der Diabetestherapie. Diese müsse personalisiert auf die Bedürfnisse jeder einzelnen Patientin und jedes einzelnen Patienten abgestimmt sein.

Unzureichend behandelter Diabetes schädigt vor allem kleine und große Blutgefäße; daraus können Folgeerkrankungen verschiedener Organsysteme resultieren. Auch hier ist rechtzeitige Erkennung gefragt – Menschen mit Diabetes sollten daher Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig in Anspruch nehmen, so der Appell von Privatdozent Dr. Martin Heni.

Zum Abschluss motivierte Prof. Fritsche das Publikum, jeden Tag den „Berg neu zu besteigen“ und gab praktische Hilfestellung für den Alltag mit Diabetes.

Neben dem Vortragsprogramm konnten sich die Teilnehmer in den Pausen an Informationsständen des Diabetesinformationsdienstes München, des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), der Studienzentrale und der Diabetesambulanz in Tübingen sowie von Patientenorganisationen über Angebote für Patienten in Tübingen und im Umland informieren.

Hier finden Sie Bilder der Veranstaltung sowie einige Präsentationen zum Nachlesen.


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