Nüsse senken das Risiko für Diabetes

10. Jul 2015

Mindestens fünf Gramm Nüsse am Tag senken das Risiko für Diabetes, das fanden Forscher im niederländischen Maastricht heraus. Eine gute Handvoll ist laut ihrer Studie mit mehreren Tausend Patienten genau richtig. Die Forscher vermuten, dass die gesunde Wirkung auf verschiedene Verbindungen wie ungesättigte Fettsäuren zurückgeht. Die Studie wurde im ‚International Journal of Epidemiology’ veröffentlicht.

Die Epidemiologen um Professor Piet van den Brandt und Dr. Leo J Schouten von der Universität Maastricht untersuchten dazu 3202 Teilnehmer, deren Ernährungsgewohnheiten sie genau abgeklärt hatten. Die Männer zwischen 55 und 69 Jahren nahmen täglich im Schnitt gute acht Gramm Nüsse zu sich. Die gleichaltrigen Frauen nur etwa die Hälfte. Diesen Zahlen gegenüber standen 8823 Todesfälle aus den Sterbedaten des „niederländischen Amts für Genealogie und Statistik“.

Insgesamt konnten die Wissenschaftler mit diesem Datensatz feststellen, dass der Nusskonsum im Vergleich zur Abstinenz eindeutig mit einer reduzierten Gesamtsterblichkeit verbunden war. Dieser Effekt war zudem Dosis-abhängig, wie Wissenschaftler es nennen: Fünf Gramm Nüsse am Tag verringerten das Risiko um etwa zwölf Prozent, bis zu zehn Gramm sogar um 26 Prozent, alles darüber allerdings brachte keinen zusätzlichen Mehrwert. Neben anderen Leiden wie Krebs, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, entwickelten die Nussliebhaber auch seltener einen Diabetes.

Erklärung steht noch aus

Die Autoren legen Wert auf die Feststellung, dass die Studie nicht beweist, dass die Nüsse direkt das Krankheitsrisiko senken. Allerdings haben sie Ansätze, die eine solche Theorie erklären könnten. Denn auch Erdnüsse, die streng genommen gar keine Nüsse sondern Hülsenfrüchte sind, waren ebenso deutlich mit einer geringeren Sterberate assoziiert. Auf Erdnussbutter hingegen, traf das nicht zu.

Laut den Forschern enthält nämlich Erdnussbutter viele der ungesunden, unvollständig gehärteten Trans-Fette und weist überdies deutlich weniger Niacin auf. Diese auch als Nicotinsäure bekannte Verbindung ist sowohl am Eiweiß- als auch am Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt. In echten Nüssen als auch in Erdnüssen findet man hingegen neben anderen pflanzlichen Verbindungen einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie Magnesium und (vor allem in Walnüssen) viel Alpha-Linolensäure (eine Omega-3-Fettsäure). Walnüsse haben zudem eine ausgeprägte antioxidative Wirkung.

Quelle:
van den Brandt et al.: Relationship of tree nut, peanut and peanut butter intake with total and cause-specific mortality: a cohort study and meta-analysis. In: International Journal of Epidemiology, published June 2015

Siehe auch:
Wer Nüsse knabbert lebt länger; Ärztezeitung.de, Artikel vom 30.06.201

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