Gluten erhöht das Risiko für Typ-1-Diabetes

01. Apr 2014

Mittlerweile ist bekannt, dass die Mikroorganismen des Magen-Darm-Trakts eine Rolle bei der Entwicklung eines Typ-1-Diabetes spielen. Insbesondere beeinflusst die Ernährung die Zusammensetzung der Darmflora. Wissenschaftler der amerikanischen Mayo Clinic konnten nun zeigen, dass Gluten, ein in vielen Getreidesorten enthaltenes Eiweiß, in Verbindung mit der Zunahme von Typ-1-Diabetes steht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift PLOS One veröffentlicht.

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Den Wissenschaftlern gelang es im Tierversuch nachzuweisen, dass Mäuse, die glutenfreie Nahrung erhielten, deutlich seltener Typ-1-Diabetes entwickelten. Es handelte sich dabei um sogenannte NOD-Mäuse (non-obese diabetic mice), die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Diabetes bekommen, der sehr ähnlich zum menschlichen Typ-1-Diabetes ist. Das glutenfreie Futter schützte die Tiere offensichtlich vor Typ-1-Diabetes.

Mischten die Forscher wieder Gluten in die Nahrung der Mäuse, war der schützende Effekt der glutenfreien Ernährung nicht mehr nachweisbar. Außerdem fanden sie einen messbaren Einfluss des Glutens auf die Zusammensetzung der Darmflora der Mäuse. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, wie Gluten das Diabetesrisiko beeinflusst.

Hinsichtlich der Ernährung könnte der Nahrungsmittelbestandteil Gluten in direkter Weise für die Entwicklung von Typ-1-Diabetes verantwortlich sein, schlussfolgern die Wissenschaftler. Gluten scheint die Darmmikroflora mitzubestimmen. Sie weisen darauf hin, dass Eingriffe in die Ernährung von entscheidender Bedeutung sind, um die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Typ-1-Diabetes zu beeinflussen.

Nächstes Ziel der Wissenschaftler ist es, ihre Ergebnisse anhand ähnlicher Studien beim Menschen zu überprüfen.

Quelle:
Marietta, E. V. et al.: Low Incidence of Spontaneous Type 1 Diabetes in NON-Obese Diabetic Mice Raised on Gluten-Free Diets Is Associated with Changes in the Intestinal Microbiome. In: PLoS ONE, 2013, 8(11): e78687, published online before print, DOI: 10.1371/journal.pone.0078687


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