Geringeres Diabetesrisiko bei Lebensfreude und –zufriedenheit

24. Feb 2015

Wer mit seinem Leben zufrieden ist, läuft weniger Gefahr, an Diabetes zu erkranken als Menschen, denen es an Lebensfreude und Wohlbefinden eher mangelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie britischer und US-amerikanischer Wissenschaftler mit knapp 8.000 Teilnehmern. Die Auswertung ist in der Zeitschrift Health Psychology veröffentlicht.

Bild: J.Mika/fotolia

Seit langem weiß man um die Zusammenhänge zwischen psychischem Wohlbefinden und kardiovaskulären Erkrankungen, dagegen gab es bislang keine Untersuchung, ob dieser Zusammenhang auch für Diabetes gilt. In ihrer Untersuchung an 7.800 Briten ohne Diabetesdiagnose gingen die Wissenschaftler der Harvard School of Public Health und des University Colleges London erstmals der Frage nach, ob Lebenszufriedenheit und Lebensfreude auch eine Rolle für das Auftreten von Diabetes spielen. 

Im Verlauf des 13-jährigen Beobachtungszeitraums entwickelten 562 Studienteilnehmer einen Diabetes. Etwa die Hälfte dieser Fälle war ärztlicherseits diagnostiziert worden, die andere Hälfte wurde über Screenings entdeckt. Bei den Diabetesfällen mit ärztlicher Diagnose fanden die Wissenschaftler einen direkten Zusammenhang: Demnach war das Risiko, an Diabetes zu erkranken um bis zu 15 Prozent geringer, wenn die Studienteilnehmer mit ihrem Leben zufrieden waren. Der ebenfalls abgefragte Wohlbefindens-Faktor „Optimismus“ spielte dagegen keine Rolle. Dagegen konnte bei den Fällen, die über Screening entdeckt wurden, kein Zusammenhang zum Wohlbefinden der Teilnehmer hergestellt werden.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass Lebenszufriedenheit und –freude das Risiko für ärztlich-diagnostizierten Diabetes reduzieren. Sie betonen jedoch, dass es weiterer Studien bedarf, um diesen Zusammenhang zu bestätigen. Für die Unterschiede zwischen ärztlicher Diagnose und Screening finden sie bislang keine Erklärung.

Quelle:
Boehm, J.: The Prospective Association Between Positive Psychological Well-Being and Diabetes. In: Health psychology 2015, Vorab-Online-Publikation v. 19. Januar 2015 doi.org/10.1037/hea000020

 


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