Fettleber bei übergewichtigen Jugendlichen – Risiko für Typ-2-Diabetes

21. Sep 2012

Typ-2-Diabetes ist eine der am schnellsten wachsenden chronischen Krankheiten bei Jugendlichen. Einer aktuellen longitudinalen Untersuchung an der Kinderklinik der Yale Universität (USA) zufolge, gilt exzessives Leberfett (sogenannte Fettleber) als wichtigster Faktor (Biomarker) für die Entwicklung von Glukoseintoleranz und manifestem Typ-2-Diabetes bei übergewichtigen Jugendlichen.

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Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des Körpers. Fettansammlungen in der Leber sind sehr stark mit Störungen des Glukose- und Lipidstoffwechsels (d.h. mit IGT; engl. Impaired Glucose Tolerance), Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom assoziiert. Ursache ist die verminderte Wirkung von Insulin auf Leber und Körperorgane, die sogenannte Insulinresistenz. Als Folge der Insulinresistenz ist die Glukosefreisetzung aus der Leber erhöht. Darüber hinaus ist bei Fettleber die Glukose-stimulierte Insulinausschüttung eingeschränkt, alles Faktoren, die den Blutzucker erhöhen.

In der Studie wurde bei 76 übergewichtigen Jugendlichen das Leberfett mit der Kernspin-Methode (MRT) gemessen und mit dem Glukosestoffwechsel in Beziehung gesetzt. Entsprechend den ermittelten Werten wurden die Studienteilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt. Bei den Jugendlichen mit erhöhtem Leberfett entwickelten sich Insulinresistenz und erhöhte Blutzuckerwerte, während sich Blutzucker und Insulinwirkung bei den Jugendlichen ohne Fettleber verbesserten.

Die Fettleber gilt deshalb als ein potenziell modifizierbarer Risikofaktor für Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom bei Jugendlichen mit Übergewicht/Adipositas.

Quelle:
Kim, G. et al.: Longitudinal effects of MRI-measured hepatic steatosis on biomarkers of glucose homeostasis and hepatic apoptosis in obese youth. In: Diabetes Care, 2012; published ahead of print


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