Bewegung oft wirksamer als Medikamente

26. Mär 2013

Körperliche Aktivität beugt Krankheiten vor und senkt die Sterblichkeit. Für viele Erkrankungen ist der positive Effekt sogar größer als der von Medikamenten. Bei der Volkskrankheit Diabetes kann Bewegung die Sterblichkeit um 40 Prozent reduzieren. Das war eine der Hauptbotschaften eines Symposiums zur Sportmedizin während des 37. Interdisziplinären Forums der Bundesärztekammer Anfang Februar in Berlin.

© Blazej Lyjak / Fotolia.com

Laut Sportmediziner Prof. Herbert Löllgen, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, gäbe es für körperliche Aktivität, vergleichbar mit medikamentösen Therapien, Empfehlungen zur Dosierung, eine Dosis-Wirkungs-Beziehung und in wenigen Fällen auch Kontraindikationen. Vier aktuelle Metaanalysen mit etwa 800.000 Teilnehmern hätten ergeben, dass die allgemeine Sterblichkeit durch regelmäßige Bewegung um 30 bis 40 Prozent gesenkt werden kann, die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 33 Prozent.

Bei Diabetes mellitus reduziere körperliche Aktivität die Sterblichkeit um 40 Prozent. Für viele chronische Erkrankungen sei Bewegung das Medikament erster Wahl, so Löllgen. Dies gelte außer für Diabetes auch für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), die eine mögliche Spätkomplikation einer Diabeteserkrankung sein kann. Ferner habe Bewegung einen positiven Einfluss auf Herzinsuffizienz, koronare Herzerkrankung oder die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD.

Körperliche Aktivität sei auch vor, während und nach der Schwangerschaft zu empfehlen, vor allem für Frauen mit erhöhtem Risiko für Schwangerschaftsdiabetes. Durch Bewegung reduziere sich das Risiko für diese Erkrankung sowie für Bluthochdruck und Wassereinlagerungen, beides Symptome der sogenannten Präeklampsie, früher oft als Schwangerschaftsvergiftung bezeichnet.

Quelle:
Ärzteblatt online: Körperliche Aktivität ist oft wirksamer als Medikamente. Februar 2013


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