Freder1k-Studie

100.000 Babys auf erhöhtes Typ-1-Diabetes-Risiko untersucht

06. Aug 2019

Die internationale Plattform GPPAD („Globale Plattform zur Prävention des Autoimmunen Diabetes“) hat länderübergreifend 100.000 Neugeborene auf ein erhöhtes genetisches Risiko für Typ-1-Diabetes getestet. Damit hat das Forschungsnetzwerk einen ersten Meilenstein erreicht. Bis zum Jahr 2022 sollen europaweit 330.000 Neugeborene das Screening durchlaufen.

Freder1k-Studie

© Helmholtz Zentrum München

Die Globale Plattform zur Prävention des Autoimmunen Diabetes (GPPAD), die im Jahr 2015 in Deutschland und Großbritannien gegründet wurde, fördert die Durchführung von klinischen Studien, die sich mit der Früherkennung und der frühen Behandlung von Typ-1-Diabetes beschäftigen.

In der Früherkennungsuntersuchung ‚Freder1k‘ wird bei Neugeborenen bis zum Alter von vier Monaten kostenlos getestet, ob sie Typ-1-Diabetes-Risikogene aufweisen. Das Screening wird mithilfe weniger Tropfen Blut durchgeführt, die aus der Nabelschnur direkt bei der Geburt oder später aus der Hand oder der Ferse des Kindes gewonnen werden.

Für Kinder, in deren nächster Verwandtschaft keine Fälle von Typ-1-Diabetes vorkommen, wird die Früherkennungsuntersuchung in Bayern, Niedersachsen und Sachsen angeboten. Wenn mindestens ein Elternteil oder ein Geschwisterkind bereits an Typ-1-Diabetes erkrankt ist, kann das Neugeborene deutschlandweit, unabhängig vom Wohnort, an der Studie teilnehmen.

Wird bei einem Säugling ein erhöhtes Risiko festgestellt, werden die Eltern eingeladen, mit ihrem Kind an der Präventionsstudie „POInT“ mit oralem Insulin teilzunehmen. Ziel dieser Studie ist es, die Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes zu verzögern oder gar zu verhindern. Die ebenfalls kostenlose Studie schließt Kinder im Alter zwischen 4 und 7 Monaten ein.

Weitere Informationen zur Globalen Plattform zur Prävention des Autoimmunen Diabetes (GPPAD)

Quelle:

Helmholtz Zentrum München: Diabetesforschung: 100 000 Babys auf erhöhtes Risiko für Typ-1-Diabetes in der Freder1k-Studie untersucht. Pressemitteilung vom 31. Juli 2019 


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