Kalium - ein möglicher Frühmarker für Typ-2-Diabetes

13. Dez 2012

Offenbar besteht bei Bluthochdruckpatienten ein Zusammenhang zwischen niedrigen Kaliumkonzentrationen im Blut und Typ-2-Diabetes oder einer Vorstufe davon. Zu dem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München gemeinsam mit Partnern aus dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung. Die auf Basis von Daten aus der KORA-Studie durchgeführte Untersuchung ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Diabetologia veröffentlicht.

Blutprobe

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Niedrige Konzentrationen von Kalium im Blutserum treten bei Bluthochdruckpatienten vor allem dann gehäuft auf, wenn sie zugleich unter Typ-2-Diabetes oder einer Vorstufe der Volkskrankheit leiden. Ein niedriger Kaliumspiegel kann Folge einer Einnahme von entwässernden Medikamenten, sogenannter Diuretika, gegen den Bluthochdruck sein. Die nun veröffentlichte Studie zeigt aber erstmals, dass dieser Zusammenhang zwischen erniedrigten Kaliumwerten und einer Diabeteserkrankung unabhängig davon besteht, ob der Patient Diuretika einnimmt. Darüber hinaus zeigte sich in der Studie erstmalig auch schon ein Zusammenhang zwischen den Kaliumkonzentrationen im Blutserum und Vorstufen von Diabetes.

In weiteren Schritten wollen die Forscher die Bedeutung des Kaliums bei der Diabetesentwicklung untersuchen und hoffen, daraus geeignete Präventionsmaßnahmen ableiten zu können. In jedem Fall könnte das Kalium ein wichtiger Marker sein, um Risikopatienten früher zu erkennen.


Quelle:
Meisinger, C. et al. (2012): Serum potassium is associated with prediabetes and newly diagnosed diabetes in hypertensive adults from the general population: The KORA F4-Study, Diabetologia Band: 1. Seite

 


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