Großer Erfolg für internationale Diabeteskonferenz in München – Radiobericht des Bayerischen Rundfunks

26. Sep 2013

Im Mittelpunkt der Diabeteskonferenz des Helmholtz Zentrums München in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift Nature Medicine vom 22.-24. September standen neuartige Konzepte, wie die Wissenschaft künftig den Herausforderungen von Typ-2-Diabetes und Adipositas begegnen will.

Radio-Mikrophon

Bild: fotolia

Die dreitägige Fachkonferenz in der Münchner Residenz bot eine Plattform für führende Diabetesexperten sowie aufstrebende Nachwuchswissenschaftler, um Ideen auszutauschen und wissenschaftliche Vernetzungen zu fördern. Gemeinsamer Auftrag der Wissenschaftler: Forschen für Prävention und Heilung von Diabetes. Auch der Bayerische Rundfunk berichtete von der Konferenz.

Die Vortragssessions widmeten sich sämtlichen Aspekten der Diabetesforschung. Führende Experten stellten aktuelle Ergebnisse vor, jeweils gefolgt von angeregten Fachdiskussionen.  Das Themenspektrum reichte von hormonellen Schaltkreisen und zentraler Stoffwechselkontrolle durch das Gehirn über Energiehaushalt und Entzündungsgeschehen bis hin zu umweltbedingten Einflüssen auf das Erbgut. Großes wissenschaftliches Potenzial liegt nach Ansicht der Experten insbesondere in der Aufklärung des komplexen Zusammenspiels von Botenstoffen des Verdauungstraktes und des Gehirns, die die Nahrungsaufnahme und -verwertung und somit Blutzucker, Blutfette und das Körpergewicht steuern. Diabetes sei mehr als eine Fehlleistung der Bauchspeicheldrüse, sondern eine Multiorganerkrankung, die über vielfältige Krankheitsmechanismen entsteht. Damit würden sich jedoch auch neue Zielstrukturen für therapeutische Ansätze eröffnen, resümieren die Wissenschaftler. Auch epigenetische Prozesse, d.h. die umweltgesteuerte Aktivität von Genen, und das Mikrobiom, also die genetische Information der Darmbakterien, die wesentlich zur Stoffwechselleistung beitragen, seien bislang vernachlässigte, aber bedeutende Stellgrößen des Stoffwechsels.

Als besonders wertvoll und bereichernd empfanden die Teilnehmer den Austausch zwischen den forschenden Generationen. Unter den prominentesten Vertretern der Diabetesexperten sind Jeffrey Friedman von der Rockefeller University und C. Ronald Kahn vom Joslin Diabetes Center/Harvard Medical School  zu nennen. Insgesamt 17 nominierte Nachwuchsforscher präsentierten ihre Forschungsergebnisse, zwei von ihnen wurden dafür mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

Der Bayerische Hörfunk berichtete in seiner Sendung IQ – Wissenschaft und Forschung von der Münchner Diabeteskonferenz. Hören Sie hier die Experten im Interview  (Min 10:50-15:55)



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