Eiweiß stabilisiert Betazell-Funktion

17. Jan 2014

Das Protein Nkx6.1, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, ist essentiell für die Funktion der Insulin-produzierenden Betazellen. Eine Fehlfunktion dieses Eiweißes ist möglichweise an der Entstehung von Diabetes beteiligt, berichten amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift ‚Cell reports‘.

Reagenzglas, mit roter Flüssigkeit gefüllt

Bild: fotolia

Das Bauchspeicheldrüsen-Protein Nkx6.1 steuert über ein komplexes Netzwerk molekulare Prozesse innerhalb der Betazellen. Es ist dabei sowohl an der Insulin-Produktion und der Insulin-Freisetzung, als auch am Wachstum der Betazellen beteiligt.

Im Tiermodell konnten die Wissenschaftler von der Universität California in San Diego zeigen, dass das Fehlen von Nkx6.1 unmittelbar die Genaktivitäten innerhalb der Betazelle verringert. In der Folge sinken die Insulinspiegel und es entwickelt sich ein Diabetes. Ebenso waren weitere Betazell-typische Eigenschaften und das Zellwachstum beeinträchtigt.

Umgekehrt lassen sich bei Menschen mit Typ-2-Diabetes verringerte Spiegel des Proteins Nkx6.1 feststellen. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass die Betazellen bei Diabetes ihre Funktion schrittweise verlieren und auch Nkx6.1 dafür eine Rolle spielt.
 
Quelle:
Taylor, B. et al.: Nkx6.1 is essential for maintaining the functional state of pancreatic beta cells. In: Cell Reports, 2013, 4(6):1262-75.


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