Betazellen: Restmasse oft über Jahre intakt

31. Jan 2014

Bei drei Vierteln der Typ-1-Diabetiker kann man auch Jahre nach Ausbruch der Autoimmunerkrankung eine Restfunktion der eigenen Insulinproduktion feststellen. Dies berichten britische Forscher in der Fachzeitschrift Diabetologia.

Zellen

Bild: fotolia

Dank neuer Messtechnologien ist es den Wissenschaftlern der Exeter Medical School gelungen, kleinste Mengen von körpereigenem Insulin nachzuweisen. In einer Studie mit 74 Teilnehmern, die länger als fünf Jahre an einem Typ-1-Diabetes erkrankt waren, konnten sie zeigen, dass 73 Prozent noch geringe Mengen Insulin produzieren – auch Jahre nach Erkrankungsbeginn. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass trotz der Autoimmunreaktion noch funktionstüchtige Betazellen (Insulin-produzierende Zellen) in der Bauchspeicheldrüse vorhanden sind.

Die Wissenschaftler vermuten, dass die Betazellen entweder resistent gegenüber den Autoantikörpern sind oder sich regeneriert haben. In beiden Fällen könnten sich aus dieser Erkenntnis wichtige neue Ansatzpunkte für die Therapie von Diabetes ableiten lassen.

In einer Folgestudie wollen die Wissenschaftler nun prüfen, ob die Rest-Insulinproduktion einen schützenden Effekt hat – also bei den Patienten weniger Folgeerkrankungen auftreten und den Ursachen der Betazellrestfunktion auf den Grund gehen. Dazu werden das Immunsystem sowie Erbinformationen der Teilnehmer genauer untersucht.

Quelle:
Neue Erkenntnis: Viele Typ-1-Diabetiker produzieren Jahre nach Erkrankungsbeginn noch in geringem Maße körpereigenes Insulin“, In: Diabetes Journal, 17.10.2013


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